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Wie adressiert man Einladungsbriefe richtig?

Frage von Sandra:

Meine Schwiegermutter hat mich darauf hingewiesen, dass Sie es sehr unpersönlich findet, dass ich die Einladungbriefe zu unserer Hochzeit mit dem Vornamen und Nachnamen beschriftet habe. Sie möchte, dass ich auf das Kuvert "An Mutti und Papa" bzw."An Tante und Onkel ..." schreibe.

Da die Einladungen ja von mir und meinem Verlobten kommen, kann ich das doch nicht so draufschreiben. Schließlich handelt es sich dabei nicht um meine Eltern bzw. um meine Tante und meinen Onkel.

Gibt es für die Brief, bzw. Adressanschrift eine Regel?

 

Antwort:

Je nach Stand der Beziehung im Geschäftlichen wie im Privaten haben wir im Deutschen einen großen Spielraum bei unseren Ausdrucksmöglichkeiten.

Private Briefe wurden früher nur mit der Hand geschrieben. Heute sind die meisten Handschriften verkümmert, d.h. äußerst schlecht lesbar und können deswegen auch per Computer oder Schreibmaschine abgefaßt werden.

 

Die Briefanschrift

Auf dem Kuvert wird bei der Anschrift von Paaren, (international verbreitet), der Mann vor der Frau genannt. Wer möchte, kann auch den Namen der Frau voransetzen - in jeden Fall gilt das aber, wenn z.B. eine Einladung IHR gilt.

Im Brief ist die Reihenfolge umgekehrt. Nur noch zwei Fassungen sind heute korrekt:

  • Herrn Peter Boss und Frau Franziska Boss
  • Herrn und Frau Peter und Franziska Boss

In „aufgeklärten“ Kreisen hat "Herrn und Frau Peter Boss" keine Gültigkeit mehr, weil die Frau hierbei als eigenständige Person unberücksichtigt bleibt. Das gilt natürlich auch für "Frau Franziska Boss und Gemahl"!

Bei nichtehelichen oder gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften werden in der Anschrift beide Namen aufgeführt (z.B. Bruno Müller und Katja Boss). In der Anrede sollten die Namen beider Ehegatten/Lebenspartner geschrieben werden.

Falls Sie die Hochzeitseinladungen selbst vorbeibringen (also nicht mit der Post senden), kann die Anrede auf dem Kuvert auch so sein:

„Tante Anne und Onkel Franz“, „Mutti und Vati“ o.ä. (wenn man schon entsprechend vertraut ist).

Also liebe Sandra, Sie haben sich korrekt verhalten. Wird ein Brief mit der Post zugestellt, sollte er in der üblichen Form beschriftet sein. Und da hat nun mal ein "An Mutti Schmitt" nichts zu suchen! Das können Sie in der persönlichen Anrede im Brief schreiben.

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