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Katja & Dennis - vom Juli 2011

Brautpaar des Monats Juli - Katja & Dennis

 

Dennis und ich lernten uns im Frühjahr 2005 über das Internet kennen. Es war keine wirkliche Flirt-Seite, eher für gemeinsame Interessen und den Spaß am Chatten gedacht.
Ich hatte ein Profil mit Foto eingestellt und Dennis fand es bei der Suche nach Rothaarigen im Netz. Daraufhin erstellte er sich ebenfalls ein Profil auf dieser Seite und schrieb mich an. Nach einigen Nachrichten dort wechselten wir schnell zu privaten Emails und schließlich telefonierten wir miteinander. Oft telefonierten wir nachts stundenlang und es entstand ein sehr schönes Gefühl der Vertrautheit.


Am 11.06.2005 kam er schließlich nach Frankfurt und besuchte mich. Unser erstes Treffen war anfangs etwas gehemmt, aber das legte sich schnell und wir verliebten uns beide Hals über Kopf ineinander. So wurde dieser erste Besuchstag auch direkt zu unserem Jahrestag. Wir führten ab diesem Tag, aus dem übrigens gleich ein ganzes Wochenende wurde, eine Fernbeziehung Köln - Frankfurt, aber das störte uns nicht sonderlich.


Nach nur einem halben Jahr bekam Dennis dann die Nachricht, dass sein Auslandssemester in Australien genehmigt war und er im Juli 2006 dort beginnen könne. Frisch verliebt wie wir waren, wollten wir aber nicht so lange getrennt sein. Kurzerhand fragte er mich, ob ich nicht mitkommen wolle. Also kündigte ich meinen Job und die Wohnung, verkaufte mein Auto und flog mit ihm nach Australien. Vielleicht hielten mich einige Freunde für verrückt, aber es fühlte sich einfach richtig an. In Australien haben wir 5 Monate in der Nähe von Brisbane gewohnt, er hat studiert und ich habe mit dem Work & Travel Visum gekellnert. Danach sind wir dann noch 2 Monate in einem kleinen Camper die Küste hoch gefahren und mit diversen geführten Touren durchs Outback bis nach Sydney. Diese Zeit hat uns als Paar sehr zusammengeschweißt und wir denken beide immer wieder gerne an diese Zeit zurück.


Wieder in Deutschland sind wir zusammen nach Köln gezogen und ich habe mich dazu entschieden, mit 26 Jahren nochmal von vorne zu beginnen und auf Lehramt zu studieren. Dieser Entschluss kam nur Dank Dennis Überzeugung, dass ich es schaffen kann, zustande.


Im Mai 2010 hatten wir endlich wieder einen größeren Urlaub geplant. Wir wollten für gut 2 Wochen nach Kalifornien fliegen und eine Nationalpark-Tour machen. Am 15. Mai waren wir auf einem Baseballspiel der San Francisco Giants und danach schön am Pier 39 essen. Als wir nach dem Essen wieder aufgebrochen sind, war ich etwas enttäuscht, denn ich hatte Dennis schon mehrfach erzählt, dass ich San Francisco wunderschön finde und immer davon geträumt habe, meinen Heiratsantrag in dieser Stadt zu bekommen. Also hatte ich mir vor dem Urlaub schon Hoffnung gemacht, dass es endlich so weit sein würde. Denn man kommt ja nicht allzu oft nach Amerika. Als wir wieder im Auto saßen fuhr Dennis aber nicht wieder zum Haus meiner Tante zurück, sondern in Richtung der Golden Gate Bridge. Natürlich keimte da wieder Hoffnung in mir auf. Wir fuhren auf die andere Seite der Brücke und an einen relativ abgelegenen Aussichtspunkt. Dort packte er einen großen Rucksack aus und ich musste mich umdrehen. Auf einmal war ich so nervös und wahnsinnig aufgeregt. Hinter mir hörte ich ihn klappern und fluchen und ich musste mir ein Lachen verkneifen. Das war wieder so typisch für meinen Perfektionisten! Doch plötzlich kam er wieder an, den Rucksack bei sich und verkündete, dass wir weiterfahren würden. Ich verstand die Welt nicht mehr. Doch wir fuhren nur zu einem noch höher gelegenen Parkplatz. Dort holte er den Rucksack hervor und wir begannen den restlichen Aufstieg zu Fuß. Zu dieser Zeit war es bereits sehr dunkel und auch recht kalt. Die ganze Szene war etwas unheimlich und wir waren die einzigen Fußgänger. Oben angekommen war es so nebelig, dass man weder die Stadt noch die Brücke sehen konnte. Dennis machte sich wieder hinter mir mit dem Rucksack zu schaffen und nach einer Weile fluchte er schon wieder sehr heftig. Zum zweiten Male an diesem Abend verließen wir den Schauplatz ohne Antrag und ich bekam langsam Panik. Wenn er das nicht wie geplant durchziehen würde, dann wäre der Urlaub bereits an Tag 2 ruiniert. Er war jedoch so verärgert, dass wir direkt zu meiner Tante zurück fuhren und er nicht mehr mit mir sprach. Im Haus meiner Tante schickte er mich in unser Zimmer und er verschwand. Nach gut 10 Minuten holte er mich dann in den Garten, der wunderschön beleuchtet war. Dennis hatte auf einen kleinen Hügel ein Herz aus Kerzen und Rosen gelegt, es wehte eine leichte, warme Brise, die Sterne funkelten über uns und die nachtaktiven Vögel zwitscherten leise. Es war eine wunderschöne Kulisse und dann folgten noch viel schönere Worte von ihm. Ich bekam wirklich weiche und zittrige Knie. Schließlich ging er vor mir auf die Knie, holte einen wunderschönen weißgoldenen Ring hervor und fragte mich, ob ich seine Frau werden wolle. Und wie ich das wollte! Ich kann nicht mehr sagen, ob ich geweint habe, aber ich war so glücklich und der Ring passte wirklich perfekt!


Nachdem ich ungefähr eine Minute hatte, um mich zu freuen, rückte er mit der Überraschung heraus. Er fragte mich, ob mir 10 Tage Verlobungszeit reichen würden und ich ihn direkt in Las Vegas heiraten würde. Da konnte ich nicht mehr und fing an zu lachen. Ich zitterte am ganzen Körper und konnte nicht mehr aufhören zu lachen, während ich ein JA hervor brachte. Irgendwann kamen dann meine Tante und mein Onkel zu uns in den Garten, denn die beiden hatte er am Vormittag noch eingeweiht und sie platzen natürlich vor Spannung. Wir haben dann in Deutschland angerufen und unsere Eltern informiert, die überraschend locker reagiert haben. Dann habe ich auch noch meine Schwester angerufen und irgendwann mitten in der Nacht, nach einem Glas Sekt, sind wir mal ins Bett gegangen.


Die 10 Tage bis zur Hochzeit haben wir in den verschiedenen Nationalparks verbracht. In Las Vegas haben wir uns dann das Marriage Certificate besorgt, ein Kleid und einen Smoking ausgeliehen und den besten Freund meines Mannes am Flughafen abgeholt. Der ist Pilot, war vorher schon eingeweiht und kam als unser Trauzeuge dazu. Eine super Überraschung für mich!


Brautpaar des Monats Juli - Katja & DennisAm 25.05.2010 konnte ich nichts frühstücken. Ich ging morgens zum Friseur und zur Maniküre im Mirage Hotel und die waren alle so wahnsinnig nett zu mir und haben sich sehr für mich gefreut. Mittags sind wir ins Bellagio umgezogen und hatten dort eine Suite mit Blick auf den Springbrunnen vorm Hotel. Um halb vier wurden wir mit einer weißen Strechlimousine abgeholt und zur Chapel of the Flowers gebracht. Dennis hatte bereits von Deutschland aus alles gebucht. Ich bekam einen Brautstrauß mit rosa Rosen und einem türkisfarbenen Band (meine Lieblingsfarbe!) und dann hatten wir eine kurze Absprache mit dem Reverend, der uns gleich trauen würde. Gemeinsam zogen wir in die Kapelle ein und hatten eine wunderschöne Trauung, die in Altenglisch abgehalten wurde. Eine Fotografin machte während und nach der Trauung Fotos von uns. Ich musste die ganze Zeit über gegen die Tränen ankämpfen und nur einige kleine Pannen hielten sie zurück. Zum einen versprachen wir uns beide beim Trauversprechen und zum anderen bekam ich den am Tag zuvor gekauften Ring nicht über Dennis Finger. Mit ein bisschen Gewalt ging es dann schließlich doch.


Nach der Trauung und den Fotos wurden wir von der Limousine an den Flughafen gefahren und von dort ging es mit dem Helikopter weiter in den Grand Canyon zu einem romantischen Sonnenuntergangs-Picknick. Zurück in Las Vegas holte uns unser Trauzeuge am Flughafen ab und wir fuhren zum Bellagio, wo wir auf einem Balkon des Restaurants ein spätes Abendessen einnahmen. Das Wetter war wunderbar warm, die Springbrunnenshow sehr romantisch und die anderen Gäste auf dem Balkon forderten einen Kuss von uns ein. Es war einfach ein wunderschöner Abend. Der ganze Tag war wunderschön und ich würde es immer wieder so machen.


Wieder zu Hause kümmerten wir uns um die Formalitäten und starteten dann in die Planung der großen Feier in 2011. Als Entschädigung, weil sie nicht dabei sein konnten, versprachen wir unseren Familien und Freunden eine Hochzeitfeier im Sommer 2011, die in nur 4 Wochen ansteht. Wir haben uns für eine freie Trauung entschieden und werden in einem alten Burginnenhof feiern. Einige Elemente werden aber an Las Vegas erinnern, zum Beispiel gibt es ein amerikanisches Buffet und auch meine Frisur wird dieselbe werden.


Wir freuen uns schon auf das Fest und wissen, dass dieser Weg für uns der absolut richtige war. Voller Zuversicht und Freude schauen wir in die Zukunft, die hoffentlich bald auch Nachwuchs bringen wird. (Mein Studium habe ich übrigens gerade erfolgreich abgeschlossen.) Doch zuerst wird noch geflittert und wo könnten wir das besser tun als in einem Camper in Australien?

 

Viele Grüße,


eine glückliche und immer noch sehr verliebte
Katja

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