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Der Brautschleier: Brauch und Funktion
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Helen Ann Augst
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Der weiße Brautschleier hat eine lange Geschichte. Die Geschichte des Schleiers ist älter, als die des Brautkleides.
Verbreitung fand der Schleier schlagartig, als "Sissi" ihn zur Mode machte. Sie heiratete mit einem weißen Seidenkleid und einem langen Spitzenschleier, der bis an das Ende der Schleppe reichte. Ihre Schönheit wurde durch den Schleier betont und verzauberte alle, die sie sahen. Jetzt wollen die jungen heiratswilligen Frauen ihre Sehnsüchte nach Poesie und Verzauberung zeigen. Vorbei ist die Tradition, dass der Schleier eigentlich verhüllt; auch soll er keine bösen Dämonen mehr vertreiben. Auch das Gerücht, dass der Schleier aus der Zeit stammt, in der die künftigen Nomaden-Ehemänner ihren Bräuten eine Decke über den Kopf warfen, um sie dann zu entführen, war lange vergessen. Heute ist der Brautschleier ein zarter Schmuck, eine Betonung der Persönlichkeit und der Eleganz. Welcher Brautschleier passt zu mir? Sie können unübertrefflich aussehen mit Ihrem Kleid, Schleier und Kopfschmuck, so dass alle Gäste und Ihr zukünftiger Mann verzaubert sind. Der Schleier sollte aber immer zum Gesamtbild passen. Je festlicher das Brautkleid, desto länger, je aufwendiger das Brautkleid, desto eleganter der Schleier. Es gilt: bleiben Sie Ihrem Typ treu. Nehmen Sie eine Freundin oder Ihre Mutter mit, wenn Sie Ihre Auswahl treffen. Es sind Menschen, die Sie besser kennen, als die Verkäuferin. Überlegen Sie, wie lange Sie den Schleier an dem schönsten Tag Ihres Lebens tragen werden. Er wird vielleicht viel aushalten müssen.
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