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Kleiner Knigge von R wie Reden bis T wie Trauzeuge

 

Reden bie der HochzeitsfeierReden:

Sie werden gehalten, wenn alle Gäste anwesend sind und am Tisch sitzen. Den Anfang macht der Brautvater, dann schließen sich - mit gebührendem Abstand - andere Redner an. Eine Rede sollte nicht länger als drei oder vier Minuten dauern.

 

Sitzordnung in der Kirche:

Die ersten ein oder zwei Reihen links und rechts vom Durchgang sind reserviert für Eltern, Geschwister, Trauzeugen, Brautjungfern und Blumenkinder. Dahinter verteilen sich Verwandte und Freunde. Fremde Zuschauer halten höflich Abstand.

 

Tanz:

Dem Brautpaar gehört der erste Tanz - ein Wiener Walzer - ganz allein auf der Tanzfläche. Im Anschluss dürfen alle loslegen. Die Braut schenkt den nächsten Tanz ihrem Vater, dann ihrem Schwiegervater.

 

Der Bräutigam dreht zuerst seine Schwiegermutter, dann seine Mutter um die Runden. Schließlich muss er sich allen Damen widmen, während die männlichen Gäste darauf achten, dass die Braut nicht zur Ruhe kommt.

 

Am Ende der Hochzeitsfeier tanzt das Brautpaar nochmals einen letzten Walzer.

 

Tischordnung:

Braut und Bräutigam sitzen nie an der Kopf-, sondern immer in der Mitte einer Längsseite des Tisches. Alle Gäste sollen das Paar sehen können - und zwar von vorn. Die Frau sitzt rechts vom Mann. Die Eltern von Braut und Bräutigam sitzen in nächster Nähe ihrer Kinder.

 

Variante 1: Rechts neben der Braut sitzt ihr Schwiegervater, im Anschluss die Schwiegermutter. Links neben dem Bräutigam sitzt sein Schwiegervater, im Anschluss die Schwiegermutter.

 

Variante 2: Der Brautvater sitzt seiner Tochter gegenüber, die Mutter des Bräutigams ihrem Sohn.


Je näher ein Gast beim Brautpaar sitzt, desto größer die Ehre. Die Brautleute versammeln an ihrem Tisch beispielsweise Geschwister, Großeltern, Paten, den Pfarrer, Trauzeugen, Brautjungfern und Brautführer.


Das Brautpaar und deren Eltern sitzen am Tisch nebeneinander. Alle anderen Paare werden - zur Förderung der Kommunikation - räumlich getrennt.


Kirchliche TrauungTrauung:

Standesamtliche und kirchliche Trauung können an einem Tag stattfinden, werden aber gern auf zwei Tage verlegt. Möglich ist es, dass ein längerer Zeitraum zwischen beiden Trauungen liegt.

 

Trauzeuge:

In manchen Gegenden ist es üblich, dass der Trauzeuge des Mannes die Trauringe zum Standesamt bringt und sie dort dem Bräutigam übergibt.

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