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Cristina & Anibal - vom Februar 2003


Das verflixte siebte Jahr...

Endlich war es soweit - unser Sommerurlaub stand bevor (Juni 2001).
Eines Abends entführte mich mein Liebster in die verträumte Bucht von Razo (La Coruña / Spanien). Wir wollten eigentlich nur den Sonnenuntergang anschauen und ein paar Delfine in der Abenddämmerung vorbeiziehen sehen. Es war menschenleer - nur wir zwei. Plötzlich kniete mein Liebster nieder und sagte die geheimnisvollsten und schönsten Worte, die ich je gehört hatte und bat mich, ihn zu heiraten. Ich war im siebten Himmel...

Und dann folgte ein anstrengendes Jahr. Es stellten sich die unmöglichsten
Fragen: wo, wie, wer, warum, usw. Jedes Brautpaar kennt diese Quälerei, aber für uns war es noch schwieriger. Schließlich wussten wir beide, es muss in La Coruña sein.
Am 10.08 war es soweit.
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen. Bis 12:00 Uhr musste alles
geschafft sein: Friseur, Kosmetik, Anziehen und Nerven bewahren. Um 12:00 Uhr kamen schon die ersten Gäste. In Spanien ist es Tradition, dass die Hochzeitsgäste zuerst in das Haus von der Braut bzw. Bräutigam fahren und anschließend in die Kirche. Jetzt lagen meine Nerven blank: Es war bereits 13:15 und die Gäste und der Bräutigam warteten bereits vor der Kirche und ich versuchte, endlich in das Auto einzusteigen. Aber das Kleid nahm einfach viel Platz ein. Und dann war der Moment gekommen - ich stieg aus dem Wagen aus und er stand vor mir.

- Mein Prinz -
Er sah einfach bezaubernd aus und ich merkte, dass wir ständig lächelten.
Mein größter Wunsch war, dass mein Papa mich zum Altar führt und dort an meinen Prinzen übergibt. Meine Knie fingen an zu zittern und ich dachte, ich werde gleich ohnmächtig. Gott sei Dank ist nichts passiert. Es war wunderschön. Als wir aus der Kirche kamen fiel mindestens 10 kg Reis auf uns - aber trotzdem wir waren Prinz und Prinzessin für einen Tag. Es war ein Traum...
Unsere 180 Gäste wollten schließlich auch etwas essen und so gab es ein
umfangreiches galizisches 9-Gänge-Menü. Unsere ganzen Sorgen der letzten Wochen waren wie weggeblasen. Alles lief sehr gut und wir tanzten bis in die Morgenstunden. Die größte Erleichterung war, als ich dann meine Schuhe ausgezogen hatte. Ich glaube, wir haben mit all unseren Gästen getanzt.
Ich werde diesen Tag nie in meinem Leben vergessen. Er steckt voller Freude, Harmonie und Liebe. Obwohl wir so viel Stress hatten, war dieser sonnige Tag der schönste bis jetzt in unserem Leben. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, freue ich mich meinen Prinzen fürs Leben gefunden zu haben.

Cristina und Anibal

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