09/02/2009 19:37:42
liebe stups,
auwei, bei deinem beitrag fällt es mir richtig schwer, etwas zu posten.... alkohol und drogenmissbrauch, das ist das thema, mit dem ich beruflich täglich zu tun hab. da kann ich irgendwie besser beraten, aber jetzt... hier... in unserem fröhlichen
hochzeitsforum... das ist schon hart für mich...
aber ich finde es unheimlich mutig, dass du hier schreibst und ich möchte dir gerne helfen!
zunächst ist es sehr gut, dass du dir schon mal hilfe bei einer angehörigen-gruppe gesucht hast. aber was ist mit deiner familie? sind die da auch mit hin oder bestärken sie durch "wegschauen" das system deines vaters als sog. co-alkoholiker?
was sagt dein vater zum thema? gesteht er sich sein alkoholproblem ein oder leugnet und bagatellisiert er?
hat er schon mal an eine ambulante oder stationäre suchttherapie gedacht? oder schon einmal eine absolviert?
ich weiß ja nicht welchen beruf er ausübt, aber scheinbar hängt euer aller existenz daran....
also kann man durchaus mal ein klares wort mit ihm sprechen und ihm das messer auf die brust setzen...
ist ihm eigentlich bewusst, dass deine mutter an trennung denkt?
verlangt von ihm, dass er mit zu einer suchtberatungsstelle geht, dass er sich zum thema therapie beraten lässt, dass er einfach mit experten spricht ....
ohne eine qualifizierte therapie wird er es nicht schaffen.
aber klar ist: eine therapie ist natürlich kein allheilmittel, aber es ist ein guter anfang. man lernt sein problem kennen, lernt gefahren einzuschätzen, mit suchtdruck umzugehen und handlungsalternativen zu wählen.... alles wichtige voraussetzungen um dann auch nach der therapie eine chance auf ein suchtmittelfreies leben zu haben.
wichtig ist vor allem sein wille dazu!!!
ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
ich bin gerne weiter für dich da...
liebe grüße
claudi