Hochzeitsforum - Heiraten im Ausland

Fur alle Paare die am Strand von Bali, im Central Park in New York oder in den Fjorden von Norwegen heiraten wollen.

Fur alle Paare die am Strand von Bali, im Central Park in New York oder in den Fjorden von Norwegen heiraten wollen. In diesem Forum dreht sich alles um die Hochzeit im Ausland. Welche Formalitaten muss ich beachten und wo ist es am schonsten? Hier finden Sie Inspiration und wertvolle Informationen fur die perfekte Hochzeit am Ort Ihrer Traume ?

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Susi71
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Beigetreten: 14/08/2012 18:19:22
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Heiraten in New York City (11.12.2012 – 15.12.2012)



31/12/2012 13:18:38

Ich schreibe diesen Reisebericht weil wir uns ein bisschen schwer damit getan haben an richtig aktuelle oder für mich ausreichend detaillierte Informationen im Vorfeld unserer geplanten Reise mit Hochzeit am 12.12.2012 in New York City (Manhattan) zu kommen. Ich hoffe wir können dem einen oder anderen Paar ein paar nützliche Infos oder Tipps geben.

Da wir beide Wiederholungstäter in Sachen Heiraten sind, unsere Familien knapp 400 km voneinander entfernt wohnen, uns der Werktag 12.12.12 um 12:12 Uhr aber so gut als Hochzeitsdatum gefallen hat entschieden wir uns diesen besonderen Tag nicht im Kreise unserer Lieben sondern ganz romantisch und mutterseelenallein im fernen New York City zu verbringen und uns dort das Ja-Wort zu geben.

Nachdem wir diese Entscheidung getroffen hatten ging es daran die Feinheiten zu planen. Es war bereits August und da wir zuerst dachten in Deutschland zu heiraten hatten wir auch nicht mehr genug Resturlaub aufgespart. Wir beantragten die letzten 4 Tage die wir hatten und beschlossen es so zu legen dass wir von Di bis Sa in New York bleiben konnten. Es war alles mit ziemlich heißen Nadeln gestrickt. Aus heutiger Sicht würde ich versuchen bereits zwei Tage vor dem geplanten Hochzeitstermin in New York zu landen für uns galt es nun das beste draus zu machen.

Nachdem die Anträge durch waren suchten wir die Sparsuchmaschinen nach günstigen Flügen ab. Wir fanden zwei Non Stopp Flüge die nur 20 € teurer waren als alle anderen möglichen kreuz und quer Alternativen. Das tolle daran war dass wir bereits früh morgens in Frankfurt los fliegen konnten und der Rückflug erst spät am Abend in New York startete. Wir buchten schnell und freuten uns auf unsere Reise. Die Flüge schlugen mit 650 € pro Person zu Buche. Als die Buchungsbestätigung vom Veranstalter kam fielen wir fast aus allen Wolken! Wir hatten zwei Flüge in der A 380 mit Singapore Airlines gebucht. Wir hatten das echt vor lauter Hektik nicht bemerkt. Man jetzt waren wir doppelt glücklich. So eine tolle Reise und dann auch noch in so einem tollen Flieger.

Wir reservierten für den Tag vor und nach der Hochzeit, ebenfalls über eine Sparsuchmaschine, das einfachste Zimmer im Waldorf Astoria. Für die anderen Tage reservierten wir ein Zimmer im Super 8 in Queens (Long Island City). Die Eckdaten standen also.

Da wir ja schon wussten dass wir ganz alleine in New York sein werden, wollten wir auf jeden Fall diesen tollen Tag von einem professionellen Fotografen festhalten lassen. Über das NYC-Forum fanden wir Sascha Reinking von Sascha Reinking Photography und nahmen erst mal per Mail Kontakt mit Ihm auf. Er kommt aus der Ecke Minden und hat eine Amerikanerin geheiratet. Trotzdem durchsuchte ich parallel amerikanische Foren nach Fotografen und Ihren Preisen. Mir wurde schlecht!

Sascha antwortete schnell und sehr kompetent. Nach bereits 2 Mails war uns klar, das wird unser Fotograf werden. Da mein englisch nicht so perfekt ist und Sascha anbot uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen sowie die Aussicht auf Deutsch mit Ihm kommunizieren zu können überzeugten mich sofort.

Als er uns seinen Vertrag schickte war ich erst mal baff vom Inhalt. Amerikanische Verträge müssen aber wohl so gestrickt sein – bei den Schadensersatzklagen die dort möglich sind. Sascha nahm sich viel Zeit und erklärte uns ausführlich und geduldig Punkt für Punkt. Im weiteren Verlauf machten sich auch einige deutsch/amerikanischen Unterschiede in Sachen Hochzeit bemerkbar die Sascha perfekt auszugleichen wusste.

Wie wir bereits aus dem Netz erfahren hatten sollte die Trauung im Marriage Bureau ziemlich nüchtern sein und eher einer Fließbandabfertigung gleichen. Außerdem kann man keinen Termin vereinbaren an dem man getraut wird. Man erscheint, bekommt eine Wartenummer und wird dann je nach Andrang früher oder später aufgerufen. Wir wollten ja aber unbedingt auch um 12:12 Uhr heiraten. Somit fiel das Marriage Bureau als Ort für uns aus. Die Gebühr für die Trauung im Marriage Bureau beträgt derzeit 25 USD zahlbar mit Kreditkarte oder Money Order.

Demnach war klar dass wir einen Officiant benötigen würden der uns verheiraten sollte. Für unsere Trauung wünschten wir uns einen romantischen Ort in New York. Von Sascha erfuhren wir auch dass es kein Problem ist in einer kleineren Gruppe (bis 20 Personen) im Central Park zu heiraten. Im Netz fanden wir dazu nur Infos dass man ein gebührenpflichtiges Permit bräuchte. Sascha schlug uns einige Stellen im Park vor. Wir verliebten uns gleich in „Wagners Cove“.

Wir machten uns auf die Suche nach unserem Officiant. Über die Seite weddingwire fanden wir duzende. Dort sind viele mit einem Foto, einer persönlichen Beschreibung, links auf die eigenen Webseiten und Erfahrungsberichten gelistet. Auch hier war die Preisspanne in der sich die angebotenen Zeremonien bewegten enorm. Wir waren uns einig dass wir für eine Dienstleistung von vielleicht 20 Minuten kein Vermögen ausgeben wollten. Deshalb schrieben wir etwa 25 von den Officianten per email an und fragten den Termin und die Preisvorstellung an. Zwei von den Angefragten fielen in unsere engere Wahl. Zu diesem Zeitpunkt war es eine reine Entscheidung des Preises wegen. Der eine bot die Zeremonie für 125 USD (Wedding Minister of Brooklyn) an, die andere (nach Rabattverhandlungen) für 150 USD (The Reverend D). Wir sahen uns diese beiden genauer an. Die Geschichte von The Reverend D faszinierte mich besonders. Sie ist imho absolut sympathisch, ein bissle verrückt und gothicmäßig unterwegs aber total humorvoll und ich hatte Sie sofort in mein Herz geschlossen. Und das obwohl ich mit gotic nix am Hut hab. Sie wurde Officiant da Sie bei Ihrer eigenen Hochzeit keinen Officiant fanden der eine ausgefallene Trauung anbot. Wir engagierten Sie.

Anschließend besorgte uns Sascha auch eine Stylistin für den Morgen des großen Tages die uns schick machen würde. Sie sollte zu uns aufs Hotelzimmer kommen und uns dort stylen. Sie erklärte sich dazu bereit meinem Mann die Haare zu machen und mich zu schminken und ebenfalls die Haare zu machen. Für diesen Service mussten wir 450 USD hinblättern.

Als nächstes ging es daran einen Floristen zu finden. Wir suchten uns wieder durchs Netz. New York ist ein teures Pflaster im Bezug auf frische Blumen. Außerdem erfuhren wir dass die Amerikaner ganz andere Sträuße banden als wir es von hier gewohnt waren. Wir suchten in den amerikanischen Hochzeitsforen zwei, drei Muster von Sträußen die uns gefielen schickten diese Bilder mit Preis und Lieferanfrage wieder an verschiedene Floristen. Wir wollten gerne dunkelrote Baccararosen eingebunden in Beeren deren Name ich leider nicht kenne und eine Ansteckrose für den Bräutigam ebenfalls mit so Beeren. Die Floristen antworteten leider nicht so fleißig wie die Officianten. Von 22 Floristen die wir angeschrieben hatten erhielten wir lediglich 8 Antworten. Die Preisspanne bewegte sich zwischen 175 USD und 370 USD jeweils netto und zum Teil kam die Lieferung noch oben drauf. Um die Preise differenzieren zu können fragten wir nach wie viele Rosen denn in den Strauß bei diesen Preisen eingebunden werden sollten. In der Preisspanne von 175 USD bis 285 USD sollten 25 Rosen eingebunden sein, lediglich der teuerste Strauß mit 370 USD sollte aus 30-36 Rosen bestehen. Wir entschieden uns für den günstigsten Anbieter „Flowers by Richard“. Da kam der nächste Knackpunkt. Die Blumen mussten 5 Werktage im Voraus zur Lieferung per Kreditkarte bezahlt werden. Hmmm, so eine Summe für Blumen und dann im Voraus zu zahlen, ich hatte Bauchschmerzen aber uns blieb ja nichts anderes übrig. Einen Kunstblumenstrauß oder so einer mit Knöpfen und Broschen wollte ich nicht. Also Augen zu und Durch, in Amerika angerufen und die Kreditkartendaten durchgegeben.

Nun hatten wir alle wesentlichen Dinge die wir in Amerika organisieren konnten bzw. mussten unter Dach und Fach.

The Reverend D schickte uns per Mail einen Fragebogen um uns besser kennen zu lernen und ihre Worte an unserer Trauung persönlich auf uns zuschneiden zu können. Wenn man möchte skypt sie auch mit einem, uns war es aber lieber die Fragen per Mail zu beantworten.

Im Netz hatten wir gelesen dass wir die Scheidungen durch die rechtskräftigen Urteile im Original in Amerika nachweisen müssen. Einige empfahlen die Urteile und jeweils eine übersetzte Ausfertigung davon mitzunehmen. Eigentlich hatten wir keine Lust viel Geld für eine Übersetzung auszugeben. Wir schrieben das Marriage Bureau Manhattan sowie die Deutsche Botschaft an um zu erfahren ob die Übersetzung Pflicht ist. Die Deutsche Botschaft verwies uns an die Amerikaner und das Marriage Bureau auf ihre Homepage wo nur stand dass das alte Urteil vorzulegen ist. Leider waren wir keinen Schritt weiter. Da wir das Risiko nicht eingehen wollten wegen eines Formfehlers nicht heiraten zu können ließen wir unsere Scheidungsurteile (die wesentlichen Teile bis „Die Ehe wird geschieden“) von einer Übersetzerin (Translations4you) die wir bei myhammer gefunden hatten für je 20 Euro netto ins amerikanische übersetzen und bei den Amtsgerichten mit einer Apostille für Amerika versehen. Die Apostille kostete in NRW 13 Euro und in BW 15 Euro.

Eigentlich hätten wir uns nun zurücklehnen und die Vorfreude genießen können. Dem konnten wir uns aber nicht hingeben.

Unser Esta war noch gültig und bei Singapore Airlines hatte ich bereits online die APIS Daten hinterlegt.

So langsam schlich sich die Nervosität ein ob wir alles rechtzeitig schaffen würden. Laut Plan sollten wir um 11:10 Uhr am JFK landen. Da die Immigration in Amerika im Bezug auf die dortigen Wartezeiten ein Glücksspiel ist konnten wir nur hoffen dass es bei uns schnell gehen würde. Irgendwo hatte ich eine Seite gefunden bei der man die durchschnittlichen Wartezeiten an der Immigration aufrufen kann. Leider finde ich die Momentan nicht wieder. Die Abfertigung der Singapore Maschine dauerte gemäß den Angaben dort in der Vergangenheit zwischen 10 und 40 Minuten. Ich verfolgte täglich ob die SQ26 pünktlich in New York ankam.

Da der Bundesstaat New York eine Wartezeit von 24 Stunden (nicht 1 Tag sondern genau 24 Stunden) zwischen dem Ausstellen der Heiratserlaubnis (Marriage Licence) und der Trauung vorschreibt würden wir es ziemlich eilig haben. Die Fahrt nach Manhattan sollte um die Mittagszeit mit dem Taxi etwa 50 Minuten dauern, die Züge – ohne Wartezeiten – 60 Minuten und länger. Wir würden also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Genehmigung eines Richters benötigen damit wir unsere Trauung früher machen dürfen.

Ich sah mich nach Alternativen um. Wir konnten die Heiratserlaubnis auch in Queens beantragen, das lag deutlich näher am Flughafen als das Manhattan Büro. Nach gründlicher Recherche entschieden wir uns gegen das Büro in Queens. Der gewichtigste Grund dagegen ist dass die keine extra Abteilung für die Heiratsdinge haben und dass man mit allen anderen Menschen die ein Anliegen an das Office haben oder an diesem Tag vorgeladen wurden, oder einen Strafzettel bezahlen müssen in einer langen Schlange warten muss.

Also in der Planung zurück zum Manhattan Office des Marriage Bureaus. Ich versuchte auch hier im Vorfeld herauszufinden wie lange man wohl durchschnittlich warten müsste. Die Berichte gingen von kaum bis über Stunden. Ich hatte erneut echt Bauchschmerzen. Der Richter am Supreme Court unterschreibt die Genehmigungen für die vorzeitigen Trauungen nur zweimal am Tag und zwar um 11 Uhr und um 15 Uhr. Das war also unsere absolute Deadline, da wir am Folgetag um 11 Uhr bereits mit unserer Stylistin fast am Ende unseres Stylings sein sollten. Ebenso versuchte ich mich über die Wartezeiten zum Einlass in den Supreme Court schlau zu machen.

Aus objektiver Sicht machte ich mir damit nur die Nerven kaputt aber ich konnte einfach nicht anders und die Angst dass irgendwas schief ging stieg täglich.

Zwischenzeitlich fragten wir auch per email beim Waldorf Astoria höflich an dass wir eine Reservierung hatten und für das Hochzeitskleid und den Anzug einen Bügeldienst in Anspruch nehmen wollten. Die Preise wurden uns mitgeteilt und wir fielen fast in Ohnmacht. Das bügeln des Kleides sollte ab 400 USD und nach oben offen kosten, je nach Aufwand. Dann musste es halt ohne gehen oder ich musste selber bügeln.

Irgendwann fiel mir ein dass wir ja auch unsere Koffer dabei haben würden. So ein Mist! Genug Zeit um die vorher im Hotel abzugeben hatten wir nicht. Irgendwo hatte ich gelesen dass es strenge Einlasskontrollen sowohl am Marriage Bureau als auch am Supreme Court gibt. Wir entschlossen uns also unsere Koffer gebührenpflichtig am JFK kurzfristig einzulagern um unterwegs keine zusätzlichen Probleme zu generieren.

Da wir außer unseren Eltern, Geschwistern und Kindern niemandem von unserem Vorhaben erzählten und alle nach unserer Rückkehr mit einer Hochzeits-/Weihnachtskarte überraschen wollten begann ich eine günstige Online-Druckerei zu suchen bei denen wir die Karten bereits von Amerika aus online bestellen konnten. Unsere Wahl fiel auf „wir-machen-druck“.

Selbstverständlich sahen wir auch ab 16 Tagen vorher jeden Tag die Vorhersage für unseren Tag in New York an. Ich muss sagen in dieser Zeit änderte sich die Vorhersage täglich. Also lasst es lieber. Etwa ab 3-4 Tagen vorher blieb die Auskunft stabil.

Am 07.12.2012 erhielten wir von The Reverend D eine Mail dass sie sich auf uns freuen würde und dass Sie vergessen hatte uns zu sagen dass wir ZWEI Trauzeugen benötigen würden. Bisher hatten wir immer nur von einem Trauzeugen gelesen. Als unseren Trauzeugen hatten wir Sascha ausgewählt. Woher jetzt auf die schnelle einen zweiten Zeugen auftreiben? PANIK. The Reverend D war völlig cool und teilte uns mit dass es sicherlich Schaulustige geben würde und dass diese sich gerne als Zeuge zur Verfügung stellen würden. Das war mir mal wieder viel zu heiß! Ich teilte Sascha die Überraschung mit. Er beruhigte mich zwar und bestätigte die Aussage mit den Schaulustigen aber mir war das alles zu viel Risiko.

Also überlegte ich wer unsere Zeremonie bereichern konnte. Bisher hatten wir keine Musik. Also musste noch ein Künstler her. Bei Facebook hatte ich auf Saschas Seite gesehen dass seine Frau Musik studiert hatte. Ich kontaktierte Sascha erneut und fragte nach ob seine Frau zufällig Zeit hätte und für uns singen und unsere zweite Zeugin sein könnte und wollte. Leider musste Sie arbeiten. In einem amerikanischen Forum fand ich einen Tipp dass die Manhattan School of Music ihre Studenten als Künstler vermittelt. Ich lud mir einen Fragebogen von deren Homepage, füllte ihn aus und sendete ihn zurück. Ich war sehr aufgeregt da die Zeit ja nun ziemlich knapp war. Es war Freitag und wir wollten bereits mittwochs heiraten. Noch am Freitag meldete sich die Manhattan School of Music per email mit weiteren Fragen. Am Montag hatten Sie mir einen Kontakt zu einer Künstlerin hergestellt die an meiner Anfrage Interesse hatte. Sie sollte das Lied „The Rose“ von Bette Midler singen und unsere Trauzeugin sein. Wir einigten uns auf 150 USD Gage in bar nach der Trauung zu zahlen. Ich freute mich auf die Überraschung für meinen Mann und dass wir nun hoffentlich alles in trockenen Tüchern hatten.

Am Sonntag füllten wir unseren Antrag für die Heiratslizenz vorab von Deutschland aus online aus und übermittelten den Antrag an das Marriage Bureau. Dies ist ein Angebot auf deren Homepage und spart vor Ort Zeit. Wenn man das nicht online macht muss man zuerst an Computerstationen den Antrag ausfüllen und erhält erst anschließend die erste Wartenummer. Nach Übermittlung der Daten erhält man sofort eine Registriernummer die man zum Marriage Bureau mitnehmen muss. Die Online-Anträge sind nach absenden noch 20 Tage gültig, danach verfällt der Antrag!

Außerdem beobachteten wir das Wetter in Deutschland. Am Sonntagabend buchten wir aufgrund von Glatteiswarnungen in der Nacht von Montag auf Dienstag noch kurzfristig über HRS ein Zimmer im Airporthotel in Frankfurt. Die Nacht kostete 56 Euro incl. Frühstück bei HRS. Es war uns einfach zu heiß irgendwo auf der Autobahn wegen Glatteis und Unfällen nicht weiter zu kommen und riskieren dass wir nicht im Flieger sitzen würden.

Nun sollte es endlich los gehen. Es war Montag, der 10.12.2012 abends, wir hatten Feierabend und die Koffer waren gepackt, Kleid und Anzug gaben wir im Koffer auf. Alle wichtigen Dokumente hatten wir zusammen in einem Ordner im Handgepäck. Mein Mann überraschte mich mit einem Sweatshirt dass er für unsere Reise drucken ließ. Vorne drauf war ein Piktogramm von einem Brautpaar und hinten drauf standen unsere Daten also 11.12.2012 Take off Frankfurt 12.12.2012 Weddingday 13.12.2012-15.12.2012 Honeymoon New York. Das war eine supersüße Idee über die ich mich sehr freute. Er hatte dasselbe und so starteten wir unsere Hochzeitsreise in dem Sweater im Partnerlook.

Wir kamen gut nach Frankfurt durch und checkten im Hotel ein. Um ja nicht zu verpennen blieb zuerst der eine wach und weckte dann den anderen damit auch dieser noch ein bissle schlafen konnte. Das Hotel hatte Free Wifi so konnte sich jeder über die Zeit beschäftigen. Überpünktlich 10 vor 6 Uhr am Morgen standen wir im Frühstücksraum. Eigentlich sollte es Frühstück erst ab 6 Uhr geben aber außer uns waren bereits 6 andere Gäste beim Frühstück. Das Frühstück war lecker und die Auswahl ziemlich groß für den günstigen Übernachtungspreis. Wir stärkten uns also ordentlich für unsere lange Reise.

Für den Flughafen hatten wir schon lange im Voraus ein Frühbucher-Parkticket gebucht und durften direkt am Airport parken. Bei den Spritpreisen war dies günstiger als uns bringen und abholen zu lassen und damit 4 x 160 km zu fahren. Selbstverständlich gibt es auch außerhalb des Flughafens noch günstigere Möglichkeiten den Wagen abzustellen. Aber ich wollte nicht von einem Shuttleservice abhängig sein.

Beim Check-In, bei der Sicherheits- und Passkontrolle fielen natürlich unsere Sweater schon auf und viele grinsten, wünschten uns viel Spaß und alles Gute. Wir hatten im A 380 dann Notausgangplätze im oberen Stock hinter der Business. Gut für den Flug und wahrscheinlich schlecht fürs Aussteigen und die Wartezeit an der Immigration. Bequem waren sie auf jeden Fall. Wir bestaunten den riesen Vogel von innen und waren gespannt auf den Service bei Singapore Airlines. Leider starteten wir in Frankfurt mit Verspätung. Das Essen im Flieger war lecker, das Unterhaltungsangebot riesig, die Plätze wie gesagt spitze, der Service gut. Singapore würden wir wieder fliegen. Der Pilot holte die Verspätung aus Frankfurt wieder auf und wir landeten einigermaßen pünktlich in New York. Die Businessgäste durften zuerst aussteigen, erst nachdem die alle draußen waren wurden die Vorhänge geöffnet und wir durften gehen. Auf dem Weg zur Immigration gehören wir zu denen die versuchen so viele Menschen wie möglich zu überholen. Dies taten wir auch dieses Mal.

Die Immigration ging ratzfatz. Nach 10 Minuten waren wir durch und hatten unsere Stempel im Pass. Als wir zu den Kofferbändern kamen waren die noch nicht einmal angelaufen. Die Koffer der First, Business und Econemy sollten auf verschiedenen Bändern ankommen. Wir stellten uns also am Econemyband an und warteten. Es kamen die ersten Koffer, unsere sahen wir nicht, auch nicht nach weiteren 10 Minuten und es kamen keine weiteren Koffer mehr aus den Tiefen des Kofferbandes. Das ging ja gut los. Mein Zukünftiger machte sich auf den Weg zu den anderen Bändern, eventuell waren unsere Koffer ja versehentlich dort wo rausgekommen. Und da standen sie, mutterseelenallein, irgendwer hatte sie vom Band genommen und daneben abgestellt. So machten wir uns schnell auf zur Zollkontrolle. Wie immer wollten die von uns nix wissen und das obwohl wir die Koffer wieder voll hatten mit Lebensmitteln die dieses Mal Sascha und seiner Familie als Carepaket dienen sollten. Die Kofferaufbewahrung fanden wir schnell, der Sachbearbeiter sagte uns dass wir die Koffer nur einstellen dürften wenn wir ein Flugticket hatten. Wir gaben unseren Rückflug an, damit war er einverstanden. Wir stellten 4 Koffer ein und machten uns zuerst auf den Weg nach draußen um erst mal unseren Nikotinbedarf nach 9 Stunden Entzug wieder aufzufüllen. Wir telefonierten mit Sascha da wir uns am Abend kurz bei Ihm treffen wollten um Ihm die Geschenke zu übergeben.

Am Taxistand und war keine Schlange und wir kamen sofort dran. Der Dispacher (Einweiser) fragte uns wo es hin gehen sollte und wies uns ein Taxi zu, außerdem teilte er uns mit dass es eine Flatrate ist. Die Fahrt kostete pauschal 52,50 USD zzgl. Trinkgeld. Wir sagten dem Taxifahrer dass wir nach Manhattan, Downtown zur Centrestreet @ Worthstreet wollten. Obwohl wir dem Taxifahrer die Kreuzung sagten hatte er Schwierigkeiten damit auf Anhieb zu wissen wo wir hin wollten. Nachdem wir die Williamsburg Bridge passiert hatten machte er einen komischen Schlenker den mein Google Maps nicht vorgeschlagen hatte und erreichte das Ziel über eine Querstraße von der anderen Seite aus. Die Fahrt dauerte wie von Google Maps vorhergesagt knapp 50 Minuten.

Als wir das City Clerks Office in der 141 Worth Street betraten sahen wir schon dass es alte Informationen im Netz gibt die das alte Büro beschreiben und neue die eben den neuen Standort beschreiben. Das Büro ist Anfang 2009 umgezogen. Durch eine Drehtür erreicht man einen Gang von dem aus man rechts in eine riesige Halle gelangt. Gleich nach Betreten der Halle sind diese in Amerika und an den Flughäfen üblichen Absperrbänder die einem den geordneten Weg ans Ende der Warteschlange weisen. Eine Securitykontrolle gibt es nicht. Zum Glück war lediglich eine Person vor uns. Man erreicht eine halbrunde Empfangsinsel. Wir mussten unsere Ausweise vorzeigen und den Ausdruck unseres Online Antrags auf dem eine Bearbeitungsnummer drauf stand. Als der Empfangssachbearbeiter die Unterlagen angesehen hatte fragte er uns wie wir die Gebühr bezahlen wollten und als wir sagten mit Kreditkarte zog er uns eine A-Wartenummer und bat uns nach hinten durchzugehen und zu warten bis unsere Nummer aufgerufen werden würde. Es war 13:51 Uhr. Man gelangt vorbei an den Arbeitsplätzen an denen die Genehmigungsanträge von den Heiratswilligen ausgefüllt werden müssen (falls dies nicht vorher online erledigt wurde) vorbei an den Toiletten, einem Laden für Last-Minute Krimskrams (Blumen, Ringkissen, Souvenirs und was man sonst so bei einer Trauung vergessen kann) vorbei an einer Fotowand die die Aussenansicht des Marriage Bureau zeigt an der sich die meisten Paare fotografieren lassen zu einer langen Reihe Schaltern. Rechts stehen Sofas um den Besuchern die Wartezeiten bequemer zu gestalten. Die Sofas saßen alle voll mit Leuten. Gerade wurde die nächste A-Nummer zu einem Schalter aufgerufen. Vor uns waren also noch 10 andere Paare dran. Es gab insgesamt 12 Schalter für die Bearbeitung der A-Nummern, B-Nummern wurden vergeben wenn jemand eine „Extended Version“ seiner Urkunde benötigte (dafür ist ein Schalter vorhanden) und C-Nummern wenn jemand im Marriage Bureau heiraten möchte. Dafür gibt es zwei Trauzimmer die in Stoßzeiten abwechselnd bedient werden. Für die Trauung musste man sich in der Mitte der Schalter ebenfalls an einem ovalen Schalter melden und wurde dann nach hinten in die Trauzimmer gebeten. Vor dem Trauzimmer gibt es ein rotes, halbrundes Sofa sollte jemand nicht gut zu Fuß sein oder nicht so lange stehen können. Jedoch erhält man alle Wartenummern an dem Schalter am Eingang. An unseren A-Schaltern waren 7 der 12 Schalter durch Beamte besetzt. Zuerst hatten wir den Eindruck dass die Abfertigung recht flott ging und dachten dass wir es rechtzeitig zum Richter schaffen würden. Doch nach etwa 5 Nummern begann der ganze Prozess ins Stocken zu geraten. Ein Teil der Beamten verließ ihren Schalter, sie hatten wohl Mittagspause. Eine Wartenummer wurde x Mal aufgerufen und erschien einfach nicht. Und an den anderen Schaltern gab es wohl Probleme die längere Zeit in Anspruch nahmen. Die Zeit rannte uns davon. Als wir endlich an der Reihe waren war es 5 Minuten nach 3 Uhr. Unsere Antragsbearbeitung ging relativ schnell. Sie prüfte unsere Pässe, unseren Antrag und die Scheidungsurteile und als wir die Übersetzungen vorlegten hatten wir den Eindruck dass es Ihr einfacher fiel die richtigen Daten zu finden. Aber sie hatte uns bei Vorlage der deutschen Urkunden nicht gesagt dass wir verpflichtet sind diese in der Landessprache vorzulegen. Sie fragte wie wir bezahlen möchten, druckte den Antrag aus, zog die Kreditkarte durch den Automaten und wir mussten den Antrag noch mal prüfen und unterschreiben. Sie wies uns noch nett darauf hin dass wir nun 24 Stunden warten müssten und danach heiraten könnten und falls wir dies am nächsten Tag vorhätten sollten wir uns auf längere Wartezeiten einstellen da dieses Datum ein sehr begehrtes sei und sie davon ausgingen dass morgen die Hölle los sein würde.

Es war 15:15 Uhr als wir das Marriage Bureau verließen und gegenüber in den Supreme Court gingen. Hier gab es nach Betreten des Hauses eine Sicherheitsschleuse mit mehreren Beamten. Zum Glück gab es auch hier keine Schlange. Wir mussten die Taschen leeren und unsere Cabin Maxe die wir dabei hatten durch ein Durchleuchtungsgerät laufen lassen. Wir hatten einen Foto, ein kleines Laptop und eine Kamera dabei. Alle 3 Gegenstände wurden als Kamera von den Beamten eingestuft und sollten beim nächsten Beamten abgegeben werden. Dies geschah durch Zuruf da dieser direkt hinter der Schleuse saß. Wir klärten die Beamten auf dass wir lediglich eine Kamera dabei hatten. Der rief wieder seinem Kollegen zu dass die zwei anderen Teile ein Laptop und ein Navi seien. Dann mussten wir nur die Kamera abgeben. Wir mussten dafür einen Zettel unterschreiben und bekamen eine Nummer. Das ganze Prozedere dauerte höchstens 2-3 Minuten. Nun waren wir aber doch froh nicht das ganze Gepäck dabei zu haben. Wenn man weiter geht landet man in einer großen, runden Halle von der sternförmig mehrere Gänge weg gehen und dazwischen viele Aufzugtüren sind. Um zum Richter zu gelangen mussten wir mit dem Aufzug in den 1. Stock fahren. Als wir aus dem Aufzug kamen stand da schon ein Wegweiser für die „Judicial Waiver“ und das Zimmer mit der Nummer 161. Wir gelangten ins Zimmer und zum Glück wartete bereits vor uns eine Frau, sonst hätten wir gedacht es ist schon keiner mehr da. Überall hingen Zettel dass der Richter nur um 11 am und 3 pm die Judicial Waiver unterschreibt. Aus einem Hinterzimmer das aussah wie ein Großraumbüro kam ein Mitarbeiter zum Schalter der etwa 1/3 eines mittelgroßen Vorraums füllte, der Rest vom Raum war für die Wartenden. Rechts und links standen Bänke. An sich sah es dort ungefähr so aus wie auf einem deutschen Amt. Das Gebäude schon ehrfürchtig alt und die Einrichtung entsprechend. Nachdem die Frau abgefertigt war sagten wir dem Beamten dass wir heute noch eine Unterschrift vom Richter benötigen würden damit wir morgen heiraten konnten. Er sagte uns freundlich dass der Richter bereits nicht mehr zugegen ist und die Judicial Waiver nur um 11 und 3 Uhr unterschreibt. Es war ja mittlerweile etwa 20 nach 3. Wir flehten Ihn an für uns eine Ausnahme zu machen und flunkerten ein wenig dass unser Flieger bereits am Donnerstag wieder abheben würde. Einen Nachweis darüber verlangte er nicht. Er sagte uns wir könnten die Genehmigung am nächsten Tag um 11 Uhr abholen vorher gäbe es keine Chance. OK, schnell einen Plan B aus der Tasche zaubern. Wir fragten nach ob es möglich sei die Genehmigung auch von einem Dritten abholen zu lassen oder ob wir diese persönlich abholen müssten. Er sagte uns dass wir die Genehmigung auch von jemand anders abholen lassen könnten. Wir füllten also den Antrag aus und gaben ihn bei dem Mitarbeiter ab. Dieser sagte uns noch dass wir besser erst um 11:15 am zum abholen erscheinen sollen und dass die Unterschrift kostenlos ist. Phhu, das war erst mal geschafft. Wie wir an die Genehmigung kommen wollten hatten wir uns kurzfristig in dem Büro ausgedacht. In einer solchen Stadt muss es ja Kurierdienste geben die uns die Genehmigung abholen und zum Central Park bringen können. Als wir unsere Kamera am Eingang wieder abgeholt hatten und wieder aus dem Supreme Court auf die Straße traten waren wir erst mal mächtig erleichtert.

Wir schlenderten die Straßen in Richtung Uptown entlang und genossen die Stadt und Ihr geschäftiges Treiben. Auf unserem Weg gönnten wir uns eine Pause in einem Starbucks und auf Höhe der Houston bogen wir in Richtung Metrostation ab da wir ja unsere Koffer noch am Flughafen hatten und mit Sascha gegen 19 Uhr bei Ihm ausgemacht hatten. Wir fuhren mit der Metro zum Flughafen zurück, holten unsere Koffer ab und stiegen erneut ins Taxi um nach Queens zu fahren und bei Sascha unser Carepaket abzugeben. Der Taxifahrer hatte erneut Schwierigkeiten die Kreuzungen zu finden, da er diese wohl nicht kannte fragte er uns nach der Adresse, auch diese hatte ich dabei, aber sein Navi zeigte eine andere Postleitzahl und wieder war es schwierig. Wir riefen Sascha an dass wir dann bald da sein würden und Sascha sprach auch mit dem Taxifahrer, der hatte aber seinen eigenen Kopf und hat Sascha gar nicht richtig zugehört. Er brachte uns aber trotzdem gut da hin. Als ich Sascha anrief dass wir da waren mussten wir einen Moment warten. Wir stiegen aus und räumten aus unseren Koffern die Tüten mit Flips und die Prinzenrollen aus die Sascha sich aus Deutschland gewünscht hatte. Für seine Tochter hatten wir ebenfalls eine Kleinigkeit besorgt. Sascha sagte uns dass er morgen noch einen Freund mitbringen würde der uns eine Zeit lang begleiten würde und sein Equipment tragen würde. Dieser könnte dann auch im Notfall der weitere Trauzeuge sein. Ich kramte in meinem Gehirn ob ich vergessen hatte Sascha wegen der Sängerin auf dem Laufenden zu halten. Konnte ja aber nichts sagen um die Überraschung für meinen Zukünftigen nicht zu verderben. Aber der Freund hatte ja auch noch eine weitere Funktion sagte ich mir und daher wird es nicht so schlimm sein wenn wir dann noch jemanden da haben. So verabschiedeten wir uns schnell und düsten weiter.

Wir ließen uns von unserem Taxifahrer dann zum Waldorf bringen. Mittlerweile war es schon 20 Uhr, der Check In ging schnell und reibungslos. Wir bekamen das Zimmer 1702. Es war ein wunderschönes Zimmer, mit schweren dunklen Holzmöbeln die aber zum Haus passten und sehr geschmackvoll waren. Die Wände waren mit einer hellen antik wirkenden Tapete ausgestattet die sich ebenfalls wunderschön in den Raum fügten. Unser Zimmer hatte einen riesigen Flachbildfernseher, einen Radiowecker mit einer Iphone-Dockingstation, die übliche Minibar, einen Safe und die vom Hotel gestellten Bademäntel. Mir fiel sofort die riesige Größe für New York auf. Eigentlich hätten wir in dem Zimmer fangen spielen können. Es gab vor und neben den Betten wirklich so viel Platz um sich frei bewegen zu können. Wir hatten auch einen schönen Blick auf die Stadt. Auch das Bett sah sehr einladend und bequem aus. Jeder von uns hatte 3 Kissen zur Verfügung. Das Bad war ausreichend groß und funktionell eingerichtet. Wir waren rundum zufrieden. Die zum Teil negativen Bewertungen bei TripAdvisor können wir nicht nachvollziehen. Der einzige Wehmutstropfen war dass das Internet im Zimmer 28 USD für 24 h kosten sollte. Na gut dann checken wir die Mails halt mit dem Iphone in der Lobby in diesem Bereich ist ein complimentary Wifi verfügbar.

Also runter in die Halle und unserem Blumenhändler unsere Zimmernummer mitgeteilt damit er morgen die bereits bezahlten Blumen auch liefern konnte. Sascha hatten wir die Nummer bereits telefonisch durchgegeben der diese auch an unsere Stylistin weitergab. In der Lobby wendeten wir uns dann auch gleich mit unserem Wunsch nach einem Kurierdienst an den Concierge dieser sagte uns wir sollten uns am nächsten Morgen gleich ans Businesscenter wenden, dort würde uns geholfen werden.

Wir bummelten noch ein bisschen durch die Stadt, aßen in einem Pizza Schnellimbiss und genossen den Anblick des Rockefeller Weihnachtsbaums und der weihnachtlichen Dekorationen in Midtown. Alles war wunderschön und riesengroß. Nicht zu spät machten wir uns auf den Rückweg da wir ja am nächsten Tag viel vor hatten.

Am nächsten Morgen klingelte um 6 Uhr der Wecker, da wir grundsätzlich ein Problem mit aufwachen haben ließen wir uns auch von Deutschland aus zur Mittagszeit anrufen und stellten 3 Wecker. Doch wir waren so aufgeregt dass wir bereits beim ersten Ton des Telefons aufrecht im Bett standen. Unser großer Tag war nun endlich gekommen. Wir sprangen beide unter die Dusche und zogen uns erst mal was normales an um Frühstücken gehen zu können. Auf dem Weg zum Frühstück gingen wir zuerst zum Businesscenter das von dem Unternehmen Fedex geführt wurde. Wir trugen unser Anliegen vor und die Fedex Leute sagten uns allen ernstes dass Sie nichts mit Kurier liefern könnten und dass sie sich auch nicht darum kümmern könnten einen Kurier zu besorgen. Ich fiel fast vom Glauben ab. Schließlich standen wir im Büro eines Expressdienstes. Wir nahmen es locker und marschierten zurück zum Concierge. Heute Morgen hatte eine andere Person dienst, wir sagten dass uns im Businesscenter nicht geholfen werden kann und wobei wir Hilfe benötigen. Sie versprach uns nach einer geeigneten Person zu suchen und uns bis 10 Uhr Bescheid zu geben. Wir gönnten uns das Frühstücksbuffet im Oscars da wir keine Lust hatten das Haus zu verlassen. Das Frühstück ist zwar teuer aber es gab auch alles was das Herz begehrt wir zahlten incl. ordentlichem Tip 110 USD für 2 Personen.

Um 9 Uhr kam pünktlich unsere Stylistin und frisierte zuerst meinen Zukünftigen incl. eines Airbrush-Makeups. Anschließend verabschiedete er sich in die Lobby und ich war an der Reihe. Die Zeit bis er fertig war verbrachte ich im Badezimmer damit mein ganzes „drunter“ anzuziehen. Kerry Lou war äußerst professionell und leistete hervorragende Arbeit. Die Zeit verging wie im Flug und da traf auch schon Sascha ein. Er machte „Getting Ready“ Fotos, also alles was man sonst so vergisst wie die Schuhe, die Ringe, das Kleid, den Schmuck und natürlich auch davon wie Kerry Lou an mir arbeitete. Wir hatten viel Spaß zusammen auch wenn ich nicht immer alles verstand und Kerry Lou mit meinem eher schlechten englischen Satzbau quälte. Nachdem ich fertig gestylt war half mir Kerry Lou auch ins Kleid. Danach musste sie uns leider verlassen da sie um 12 Uhr schon wieder den nächsten Termin hatte. Jedoch nicht ohne sich auch in der Lobby von meinem Bräutigam zu verabschieden.

Während die Stylistin an mir arbeitete meldete sich mein Bräutigam noch mal beim Concierge ob sie denn nun einen Kurier gefunden hatte. Tatsächlich für günstige 13 USD hatte Sie jemanden gefunden der das Dokument abholen und an den Rande des Central Parks bringen würde. Es konnte also los gehen.

Sascha machte von mir im Zimmer noch ein paar Fotos von mir alleine. Dann flitzte er runter in die Lobby und besprach mit meinem Zukünftigen wo er warten sollte bis er dann gleich zusammen mit mir auftauchen würde. Sascha wählte einen wunderschönen Platz am Eingang mit viel Tageslicht und einer tollen Architektur und Einrichtung aus. Er kam wieder hoch und wir fuhren zusammen nach unten. Ich sollte einen Moment warten damit Sascha sich richtig positionieren konnte um den „First Look“ einfangen zu können.

Mein Weg führte mich also Richtung Ausgang Park Avenue. Ich ging langsam um den Moment genießen zu können. Mein Bräutigam stand mit dem Rücken zu mir und ich musste einmal um ihn herum gehen. Es war ein wunderschöner Moment, mein Bräutigam freute sich sehr und ich vergoss ein paar Freudentränen. Er sah umwerfend aus! Sascha ließ uns ausreichend Zeit bis wir uns genug geherzt, geküsst und bewundert hatten.

Dann sollte es los gehen zum Central Park. Zum Glück fragte mein Bräutigam wo denn nun die Blumen seien. SCHOCK! Diese sollten bereits seit 10 Uhr geliefert sein und mittlerweile war es 11:30 Uhr. Im Zimmer war nichts abgegeben worden. Sascha kannte sich aus, also zurück zum Concierge und nachgefragt ob für uns was abgegeben worden sei. Der Concierge telefonierte kurz und wir waren ja in voller Montur also Brautkleid und Anzug unterwegs. Er erklärte uns dass wir und dafür eigentlich in eine andere Schlage anstellen müssten da diese aber so lang war wollte er verhindern dass wir dies tun müssen und lies die Blumen bringen. Wir waren dankbar, vergaßen aber den Tip, echt blöd und im Nachhinein voll ärgerlich.

Schon standen wir vor dem nächsten Problem, bei uns wird eine Ansteckblume immer mit einer Sicherheitsnadel geliefert, diese wurde mit 2 Stecknadeln geliefert. Ich sah nur ?????. Und wieder kannte sich Sascha aus und befestigte rasch die Blume mit den zwei Stecknadeln am Revers meines Bräutigams. Schnell machten wir noch ein schönes Bild in der Empfangshalle und nun ging es los. Raus zum Taxistand. Rein ins Taxi und ab zum Central Park. Sascha hielt alles auf seinen Fotos fest, oft ohne dass wir überhaupt merkten dass er in Aktion war und knipste.

Sascha ließ sich auch die Telefonnummer des Kuriers geben und telefonierte mit Ihm als wir auf dem Weg in den Central Park waren um mit Ihm einen passenden Treffpunkt auszumachen und zu fragen ob alles gut lief. Der Kurier steckte noch auf dem Supreme Court fest da ihm leider unsere Namen nicht übermittelt worden waren. Sascha erledigte das telefonisch. Als wir etwa 10 Minuten später am Central Park ausstiegen rief Sascha den Kurier erneut an. Ich bekam schon ein schlechtes Gewissen wegen seiner Handyrechnung. Die frohe Botschaft war dass der Kurier mittlerweile das Dokument übernommen hatte und auf dem Weg Richtung Central Park war. Wir gingen in den Park hinein und Sascha erlaubte sich einen Scherz mit mir. Ich hatte hohe Schuhe an und konnte in denen nicht so ganz gut laufen, er sagte mir der Weg von der Ecke an der wir ausgestiegen waren (72. Straße West Ecke Central Park) bis zum Wagners Cove wären etwa 15 Minuten Fußweg. Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen und fragte mich wie ich das bewältigen sollte. Ich bekam die Krise. Wir liefen los als uns plötzlich eine Frau anhielt und fragte ob ich Gaby sei. Ja, meine Überraschung hatte uns am Parkeingang abgefangen. Ich stellte Joyce mit Namen vor aber nicht mit Ihrer Funktion, mein Mann fragte zum Glück nicht weil nach ein paar Schritten trafen wir Saschas Freund, der ja den Nottrauzeugen und den Equipmentträger gab. Ein paar Schritte weiter erreichten wir schon unser Ziel. Es war also max. ein Fußweg von 5-6 Minuten. Darüber war ich natürlich nicht traurig. Von weitem sahen wir schon dass bereits ein Paar am Wagners Cove getraut wurde. Darauf hatte uns Sascha aber auch bereits vorab vorbereitet und gesagt dann warten wir halt ein paar Minuten. Auf der Höhe des Wagners Cove wartete auch unser Officiant The Reverend D alias DonnaMarie SanSevero. Und wir bekamen noch eine Überraschung. Sie hatte Ihren Mann als Nottrauzeugen mitgebracht. Die Selbstständigen sind also sehr organisiert und darauf bedacht dass sie alles möglich machen. Nicht nur Sascha hatte uns einen Nottrauzeugen besorgt auch DonnaMarie wollte das nichts schief geht sollten keine Schaulustigen da sein. Wir erklärten Donna dass unser Permit noch fehlen würde aber bereits auf dem Weg sei. Wir mussten eh noch kurz warten da die Trauung am Wagners Cove noch lief. Nachdem der Officiant der das Paar unten getraut hatte die Stufen hoch kam trauten wir uns auch langsam runter. Ohne dass ich es wirklich wahr genommen hatte kümmerte sich Sascha weiter fleißig darum dem Kurier zu sagen wo er hin kommen sollte. Wieder machten sich die Unterschiede der Nationen bemerkbar. Sascha fragte nämlich ob es denn ausnahmsweise möglich sei die Lieferung an diesen speziellen Ort zu bringen. Ich denke wir deutschen hätten das einfach so verlangt. Da sind uns die Amerikaner schon voraus in punkto Höflichkeit, Freundlichkeit und Umgangsformen untereinander. Sascha brillierte als Diplomat und der Kurier sagte zu in den Park zu kommen. Das Paar das vor uns getraut wurde kam aus Holland und wünschte uns per Zuruf auf Deutsch alles Gute. Jeder suchte sich ein Plätzchen von dem er oder sie entsprechend agieren konnte. Das Dächle gehörte selbstverständlich uns und Donna. Wir mussten erst mal die Ringe aus einem Rucksack holen und eigentlich fehlte noch immer die Permit. Ich denke Donna wollte nicht so gerne ewig warten und den Platz blockieren und begann einfach ohne Permit. Wir hatten eine wunderschöne und auch lustige Trauung. Sie hatte perfekt umgesetzt was wir Ihr so über uns verraten hatten. Noch vor dem Ringwechsel kündigte sie die Überraschung für den Bräutigam an. Joyce sang wundervoll und mein Mann war total gerührt. Dann folgte der Schwur mit Ringwechsel und Donna erklärte uns zu Mann und Frau. Es war genau so wie wir uns das vorgestellt hatten, nein eigentlich noch schöner. Donna trug in unsere Trauungsurkunde den 12.12.12 um 12:12 Uhr ein. Dann durften zuerst unsere Trauzeugen unterschreiben also Sascha und Joyce, anschließend wir beiden. In Deutschland ist es ja so dass man als Frau beim Namenswechsel den neuen Namen und dann geborene Altnamen schreiben muss. Ich fragte Donna zweimal ob ich denn mit dem neuen oder dem alten Namen oder mit beiden unterschreiben sollte. Sie verstand meine Frage nicht, auch nicht als Sascha die Frage erneut für mich stellte da ich noch immer zögerte zu Unterschreiben, ich wollte ja nichts Falsch machen. In Amerika ist es eher üblich dass man zwar verheiratet ist aber jeder seinen Namen behält. Ich unterschrieb einfach mit beiden Namen. Wir hatten für beide für Donna und Joyce das Geld in bar in ein Kuvert gesteckt und als kleine Überraschung jeweils eine Tafel deutsche Schokolade dazu. Beide freuten sich sehr. Der Typ mit dem Permit war immer noch nicht da. Die anderen verabschiedeten sich und bedankten sich noch mal für alles. Sascha machte sich wieder daran mit dem Kurier zu telefonieren. Wir mussten weitere 15 Minuten warten bis wir uns endlich gefunden hatten. Er hatte uns am Wagners Cove gesehen und angenommen dass wir nicht auf die Permit warteten. Außerdem wollte er nun, da er uns ja so lange gesucht hatte plötzlich 30 USD. Sascha hatte ihn bereits runtergehandelt und schlug uns vor ihm 20 USD zu geben. Damit waren wir einverstanden. Erneut war Sascha Gold wert.

Wir konnten uns endlich auf den Weg machen. Wir folgten Sascha und hielten Smalltalk mit seinem Freund und Ihm. Selbstverständlich wurde auch ein Teil der Unterhaltungen auf Deutsch geführt. Sascha kannte wunderschöne Plätze zu denen er uns hin führte und die Zeit verging wie im Flug. Nachdem wir uns im Central Park ausgetobt hatten brachen wir in Richtung City auf. Dort verließ uns der Freund von Sascha und wir hatten vor zur Brooklyn Bridge zu fahren. Am Plaza Hotel wollten wir ein Taxi finden. Das ist auch so ein Thema, Plätze an denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist ein Taxi zu bekommen ist wohl eine Wissenschaft für sich. Zum Glück hatten wir Sascha! Als der Taxirufer vom Plaza uns sah rief er ob wir ein Taxi bräuchten und pfiff uns sogleich eins heran.

Überall wo wir auftauchten riefen uns die Leute ein freundliches „Congratulations“ oder „Good Luck“ entgegen. Wir stiegen an der Centre Street aus und gingen den Fußweg auf die Brücke. Dort machten wir wieder Fotos. Nun wurde es schon langsam dunkel und wir wollten noch zum Baum am Rockefeller Center. Also wieder hinein ins Taxi und zurück nach Midtown. Diesmal hatten wir leider Pech mit unserem Taxi. Als wir etwa zwei Blocks vom Rockefeller Center entfernt waren kochte plötzlich der Wagen. Armer Taxifahrer! Wir zahlten, verabschiedeten uns höflich und gingen den Rest zu Fuß. Am Rockefeller Center waren natürlich extrem viele Leute. Wir platzierten uns vor dem Baum und küssten uns ein wenig. Die Amerikaner machten uns und unserem Fotografen Platz und feuerten uns an wenn wir uns einen Kuss gaben! Darum liebe ich dieses Land! Sascha führte uns noch zu den Engeln mit den Trompeten die das Spalier zum Baum bildeten. Auch dort war zuerst ein riesiges Gedränge, wir standen höflich an und warteten bis die Leute vor uns Ihre Bilder hatten. Dann stellten wir uns an den besten Platz und wieder machten uns alle Platz und gingen zur Seite als sie merkten dass wir von unserem Fotografen Anweisungen erhielten der einiges von uns entfernt stand. Eines dieser Fotos wollten wir für unsere Karten verwenden.

Auf dem Weg zum Hotel fiel mir ein dass wir gar kein Bild mit einem Taxi hatten, ein solches hatte ich zuvor bei Sascha auf der Seite gesehen und mich sofort in das Motiv verliebt. Ich fragte ihn ob wir nicht noch so ein Foto machen könnten und wir machten die auch noch vor dem Hotel. Es war bereits 17 Uhr und eigentlich hatten wir Sascha nur bis 16 Uhr gebucht aber er machte auch diese Fotos noch. Auf dem Weg ins Hotelzimmer fiel uns auf dass wir den ganzen Tag nichts gegessen hatten. Für den Abend hatten wir in einem schönen Lokal auf Saschas Tipp hin reserviert. Ich hatte gar keinen Hunger aber Sascha tat mir leid, sicherlich hatte er einen Bärenhunger. Zumal er seinen Lunch bei uns auf dem Hotelzimmer vergessen hatte. Da wir ursprünglich vor hatten eventuell nach dem offiziellen Shooting noch ein paar erotische Fotos zu machen hatte Sascha auch so Lichtschirme dabei. Er fragte uns ob wir das denn jetzt noch wollten. Klar wollten wir – aber wollte er auch? Er sagte für Ihn wäre das kein Problem. Als wir begonnen hatten klingelte aber schon sein Telefon. Ich wusste dass seine Tochter um 19 Uhr ins Bett gehen würde, da sollte er sicher vorher zu Hause sein. Ich hatte schon wieder ein schlechtes Gewissen, aber Sascha war wie die ganze Zeit über voll der Profi und ließ sich nicht drängen. Als er im Kasten hatte was wir haben wollten verabschiedete er sich und versprach unsere Weihnachtskarte am Folgeabend per Mail zu schicken.

Man kann die Karten bei wir-machen-druck auch selber gestalten aber ich verstand nur Bahnhof bei den Anforderungen und wolle professionelle Karten haben, deshalb baten wir Sascha diese zu gestalten.

Auch wir hatten unser weiteres Rahmenprogramm verpasst, denn eigentlich hatten wir mit Saschas Abreise gegen 16 Uhr gerechnet und dann für 16:45 Uhr die Fahrt aufs Rockefeller Center gebucht. Wir machten uns trotzdem auf den Weg dahin, wie wir gelesen hatten konnten wir auch zu einer späteren Zeit aufs Dach mussten aber mit längeren Wartezeiten rechnen. Wir fragten uns durchs Haus zum Besuchercenter. Auch dort machten alle große Augen und freuten sich eine Braut im Haus zu haben. Überall wurden wir wieder beglückwünscht. Die Mitarbeiter des Rockefeller Center ließen uns alleine in einem riesigen Aufzug aufs Dach fahren, die Sicherheitskontrolle die selbstverständlich bei dem ganzen Metall in meinem Kleid auslöste durfte ich auch ohne weitere Untersuchung passieren und alle freuten sich mit uns. Wir genossen die Aussichten auf die Lichterstadt und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Auch runter durften wir ganz alleine in unserem eigenen Aufzug. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt und bekamen nun langsam wirklich Hunger.

Obwohl wir eineinhalb Stunde zu früh dran waren beschlossen wir in Richtung Quality Meats zu gehen unserem Ziel für den Abend das uns Sascha empfohlen hatte. Den Tisch hatten wir vorher kostenlos bei opentable reserviert. Hmmm plöt nur dass ich die Adresse im Iphone hatte und das lag im Hotel da wir nach Saschas Abreise alles „unnötige“ im Hotel gelassen hatten. Die grobe Richtung kannte ich da ich mir das Haus und die Lage per Streetview schon mal in Deutschland angesehen hatte. Also immer Richtung Central Park und dann in der Nähe des Plaza Hotels. Irgendwer musste den Laden dort oben ja auch kennen. Als wir uns auf den Weg machten rief uns ein Fahrrad-Rikschafahrer zu ob wir nicht lieber mit der Rikscha fahren wollten. Das Angebot war verlockend zumal wir die genaue Adresse ja nicht kannten. So setzten wir uns in die Rikscha und ließen uns fahren. Wir stellten fest dass eine Fahrrad-Rickscha deutlich schneller vorankommt als ein Taxi. Er fand das Lokal für uns da er einen Limofahrer anhaute und der das Quality Meats kannte und ihm sagte wo es sich genau befand. Nachdem er uns sicher ans Ziel gebracht hatte musste er erst Mal rechnen was wir Ihm schuldeten. Mich traf fast der Schlag! Der Junge wollte 52 USD von uns haben. Fast so viel wie eine Taxifahrt von JFK nach Manhattan und das für knapp 10 Blocks. Aber die Preise standen außen auf der Rikscha drauf und wir hatten unser Lehrgeld bezahlt, trotzdem wars lustig und wir wollten uns den Abend nicht vermiesen lassen.

Wir trafen also etwas mehr als eine Stunde vor unserer Reservierung in dem Lokal ein und fragten höflich ob es möglich wäre unseren Tisch eventuell schon früher zu bekommen. Die Empfangsdamen sagten uns sie würden ihr möglichstes versuchen. Nach dem Eingangsbereich kommt man in einen Vorraum in dem am Rand auch Tische stehen und zwei Theken an denen auch gegessen wurde. Ein großer Pulk Leute stand auch mitten in diesem Barbereich und unterhielt sich. Wir gesellten uns dazu und nach ganz kurzer Zeit kam schon der Barkeeper und lud uns auf einen Prosecco aufs Haus ein. Die Einrichtung ist eine Mischung aus Tradition und Moderne, man fühlt sich gleich wohl. Nach etwa 30 Minuten bekamen wir einen Tisch und hatten eines der besten Abendessen unseres Lebens. Das Fleisch war perfekt auf den Punkt gebraten und zerging einem auf der Zunge. Wir dankten Sascha in Gedanken für den super Tipp den er uns gegeben hatte.

Am nächsten Tag verließen wir das Waldorf Astoria, jedoch nicht ohne unserer Concierge die unsere Trauung durch Ihren Einsatz gerettet hatte einen ordentlichen Tip zu hinterlassen. Sie erkannte uns gleich wieder und wünschte uns alles Gute. Sie freue sich wenn wir im nächsten Jahr mit einem Baby wieder kommen würden. Wir zogen in ein günstiges Motel in Queens das Super 8 von dem wir jedem abraten. Wir hatten uns für 2 Tage einen Mietwagen gebucht den wir in Midtown übernahmen und am Flughafen abgeben konnten. Das Super 8 bot kostenlose Parkplätze an und wir hatten vor auch einen Tag nach Jersey ins Jersey Garden Outlet zu fahren. Als wir am Super 8 ankamen war unser Zimmer noch nicht fertig aber wir durften unser Auto auf dem Parkplatz abstellen. Dann machten wir uns mit der Subway wieder auf den Weg nach Downtown.

Nun mussten wir uns um unsere Unterlagen für Deutschland kümmern. Also zurück zum Marriage Bureau, den Weg kannten wir ja jetzt schon. Unser Reverend hatte uns auf unseren Wunsch hin die ausgefüllte Marriage Licence übergeben. Normalerweise schickt der Officiant das Dokument mit der Post ans Marriage Bureau und dann soll man nach einigen Wochen das Marriage Certificat (die einfache Version) bekommen. Da wir ja aber eine Extended Version und die Apostille benötigten wollten wir das alles selber vor Ort erledigen.

Recht gute Beschreibungen wie das Prozedere von statten geht fanden wir auf heiraten-newyork und nyc-guide auf der Hauptseite gibt es einen Punkt Heiraten. Diese Infos hatten wir dabei. Zum Glück hatte ich bereits im Vorfeld herausgefunden dass das New York State Department of State Division of Licensing Services seit geraumer Zeit keine Zahlungen mit Kreditkarte oder Bargeld mehr annimmt. Die einzige Möglichkeit die Gebühren dort zu bezahlen ist mit einer Money Order die man bei der Post kaufen kann. In einem Antragsformular dass sie auf Ihrer Homepage online gestellt haben steht zwar dass das Money Order von einer US Bank ausgestellt sein muss aber die Post zählt in diesem Zusammenhang auch als Bank.

Auf unserem Fußweg vom Super 8 zur Subway kamen wir an einem kleinen Supermarkt und einer Poststelle vorbei, also schnell hinein und für 13 USD eine 10 USD Money Order gekauft. Als wir den Laden betraten war es kurz vor 12 Uhr, leider wollten viele Menschen auf der Post was erledigen und wir hatten eine Schlange vor uns.

Als wir gegen 13:30 Uhr am Marriage Bureau unsere ausgefüllte Marriage Licence mit dem Judicial Waiver am Empfangstresen vorlegten bekamen wir erneut eine A-Nummer. Das irritierte uns ein wenig aber wir begaben uns nach hinten. Dies Mal waren 20 Wartenummern vor uns. Aus unserer Erfahrung vom letzten Besuch rechneten wir also mit einer etwaigen Wartezeit von 2 Stunden. Oh Mann, da kam wieder die Hektik auf. Wie lange hatten noch mal die anderen beiden Stellen (Supreme Court und New York State Department of State Division of Licensing Services) geöffnet? Das wurde wieder ziemlich knapp. Vor allem auch weil wir sahen dass heute nur 4 der 12 Schalter besetzt waren. Also übten wir uns in Geduld und hofften alles noch heute zu schaffen. Gegen 14 Uhr kamen dann einige Beamte aus der Mittagspause zurück und es wurden mehr Schalter geöffnet. Nach etwa eineinhalb Stunden kamen wir dran. Unsere ausgefüllte Marriage Licence und das Judicial Waiver wurde von der Beamtin einbehalten, es wurden die Daten der Trauung, die Zeugen, der Officiant und der Trauort in den PC eingetragen und wir erhielten dann das einfache Marriage Certificat. Mit diesem mussten wir zurück zum Empfangsschalter und erhielten die B-Wartenummer. An diesem Schalter ging es ruck zuck. Obwohl die Beamtin ein ausdauerndes Telefonat führte stellte Sie nebenher unsere Extended Version aus, kassierte erneut 35 USD per Kreditkarte und übergab uns nun die normale und die Extended Version unseres Marriage Certificats. Außerdem erhielten wir eine Beschreibung wie wir zum Supreme Court kommen würden und was wir mit unserer Extended Version weiter tun müssten. Wir flitzten rüber zum Supreme Court, die Sicherheitskontrolle kannten wir ja schon, dies mal hatten wir auch weniger Dinge dabei, aber unsere Kamera wurde wieder einbehalten. Das alles ging aber wie beim letzten Mal schnell. Der Raum 141b ist im Keller, also dies Mal mit einem der vielen Aufzüge runter in den Keller. Dort sahen wir auch gleich wieder Hinweisschilder zum Raum 141. Vor uns waren 3 Leute, alles ging fix. Zuerst muss man sich an der linken Schlange anstellen, dort wird das Zertifikat einbehalten und man bekommt einen kleinen Zettel mit einer Zahlungsnummer, dann an der rechten Schlange anstehen und dort 3 USD in bar beim Kassenbeamten bezahlen und man bekommt das Zertifikat mit einem kleinen Zettel (der Beglaubigung) zurück die von hinten an das Dokument getackert wurde. Außerdem liegen dort ebenfalls Beschreibungen aus wie man vom Supreme Court nun zum New York State Department of State Division of Licensing Services kommt. Nun schnell wieder raus und auf dem schnellsten Weg zum Department, es war leider bereits nach 3 Uhr und um 3:30 Uhr schließt das Department. Nach einem etwa 10 minütigen Fußmarsch erreichten wir die 123 William Street. Es war 3:25 Uhr, wir betraten hektisch das Gebäude. Man kommt in eine große Halle an deren rechter Seite mehrere Aufzüge sind. Ganz hinten im Raum ist ein Empfangsschalter. Wir flitzten zur Empfangsdame mit unseren Dokumenten in den Händen, eine uns entgegenkommende Frau sah dies und rief uns zu wir sollen diesen Aufzug nehmen aus dem sie soeben ausgestiegen war und wir müssten in den 19. Stock. Ach, die Amerikaner sind wie immer so lieb und hilfsbereit. Wir bedankten uns ebenfalls per Zuruf und Sie rief uns nach ob wir eine Money Order hätten. Zum Glück hatten wir eine! Im 19. Stock wird man direkt in das Empfangsbüro ausgespuckt. Links vom Aufzug befinden sich die richtigen Schalter mit der üblichen Warteschlangen-Absperrung. Drum herum sind jede Menge Stühle aufgestellt auf denen man dann warten kann. Einer der vielen Wachmänner im Vorraum bremste uns dabei nach links zu gehen und sagte wir sollen den Antrag auf die Apostille ausfüllen. Formblätter dafür gab es in der Mitte des Raumes an einem großen Tisch. Das Dokument hatten wir aber bereits zu Hause ausgefüllt und in der Tasche. Also schnell in den linken Raum und dort angestellt. Vor uns war niemand an der Reihe. Wir wurden gleich zum Schalter gerufen, nachdem er unser Zertifikat, den Antrag und die Money Order entgegengenommen hatte sagte er dass wir auf den Stühlen warten sollen bis unsere Namen aufgerufen werden. Wir nahmen Platz. Gerade noch geschafft. Erleichterung machte sich breit. Nach etwa acht Minuten wurden wir aufgerufen und hielten endlich unsere beglaubigte und mit einer Apostille versehene Extended Version unseres Marriage Certificat in den Händen.

Als wir in unser Motel zurück kamen wartete dort schon die email von Sascha mit unserem Entwurf unserer Karte. Die war perfekt und wir bestellten die Abzüge sofort per Internet bei wir-machen-druck diese würden uns dann am Montag bereits in Deutschland zugestellt werden.

Wir genossen die restlichen Tage unseres Honeymoon in New York.

Da Sascha wusste dass unsere Heirat noch geheim war stellte er bei Facebook lediglich ein Foto des Brautstraußes mit einem Teil meines Kleids ein bis wir grünes Licht gaben. Nachdem wir ihm dann einige Tage später Bescheid gegeben hatten folgten einige weitere Bilder. Ach so, wer das nicht möchte dass seine Bilder ins Netz gestellt werden kann Sascha das selbstverständlich sagen, dann hält er sich auch da dran.

Nach etwa 2 Wochen bekamen wir eine Mail dass er unsere Bilder in eine Galerie geladen hatte die nur wir einsehen konnten und den passenden Link dazu. Eine Diskette mit den Bildern folgt per Post. Ich kann Euch nur sagen er hat wundervolle Bilder von uns geschossen, eines schöner als das andere. Wir können uns gar nicht satt sehen daran.

Fazit:
Man kann in New York City relativ einfach heiraten. Schmeißt Euer Geld nicht einem der vielen Wedding Agenturen in den Hals, es ist alles gut von Deutschland aus zu organisieren.
Zum Antrag auf die Heiratslizenz müsst Ihr sowieso persönlich erscheinen, das Formular könnt Ihr bereits von zu Hause aus ausfüllen. Die Amerikaner sind alle nett und hilfsbereit. Meine Englischkenntnisse bestehen aus 5 Jahren Schulenglisch und wenn man darum bittet wiederholen die Amerikaner gerne langsam und mit einfachen Worten was sie von einem möchten. Wir würden es jederzeit wieder in New York tun. Traut Euch!
Susi71
Newcomer



Beigetreten: 14/08/2012 18:19:22
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Aw:Heiraten in New York City (11.12.2012 – 15.12.2012)



31/12/2012 13:19:14

CHECKLISTE

Beim Planen unbedingt vorher prüfen ob der Wunschtermin nicht ausversehen auf einen amerikanischen Feiertag fällt!

Informiert Euch im Vorfeld auf den Homepages der Ämter über die aktuellen Preise, Öffnungszeiten und Adressen! Nehmt für den Taxifahrer die Kreuzungen der Orte mit wo Ihr hin wollt. Diese können mit einer Hausnummer nur selten etwas anfangen!

Max. 20 Tage vor der Ankunft in New York den Antrag für die Marriage Licence online beim Marriage Bureau New York https://www.nyc.gov/portal/site/cityclerkformsonline stellen und die Antragsnummer ausdrucken.

Bereits von zu Hause aus auf der Homepage des York State Department of State Division of Licensing Services http://www.dos.ny.gov/corps/apostille.html oder http://www.dos.ny.gov/forms/corporations/1917-f-l.pdf den Antrag für die Apostille ausfüllen und ausdrucken.

Mindestens 24 Stunden vor der geplanten Trauung mit beiden Heiratswilligen persönlich beim Marriage Bureau bewaffnet mit Reisepässen und Kreditkarte vorsprechen um die Marriage Licence für eine Gebühr von 35 USD beantragen. Geschiedene oder Verwitwete müssen das Scheidungsdokument/Sterbeurkunde mit Rechtskraftvermerk und deutscher Apostille (ca. 15 Euro) mitbringen.

Wenn man die 24 Stunden Wartezeit nicht einhalten kann gegenüber des Marriage Bureaus zum Supreme Court gehen und im Zimmer 161 (1. Stock) ein kostenloses Judicial Waiver beantragen. Achtung! Der Richter unterschreibt Genehmigungen nur um 11 Uhr und 15 Uhr täglich.

Wenn man im Marriage Bureau heiraten möchte nach 24 Stunden oder mit dem Judicial Waiver wiederkommen, 25 USD per Kreditkarte bezahlen und warten bis man aufgerufen wird. Es wird ein volljähriger Trauzeuge benötigt der sich ausweisen muss.

Wenn man irgendwo in New York heiraten möchte einen Officiant http://www.weddingwire.com/shared/Search?l=y&cid=9&geo=new+york+city&hp=y organisieren. Es werden zwei volljährige Trauzeugen benötigt.

Die Extended Version des Marriage Certificats für 35 USD beim Marriage Bureau beantragen.

Mit der Extended Version des Marriage Certificats zum Supreme Court gehen und im Keller im Zimmer 141 für 3 USD (bar) die Beglaubigung abholen.

Spätestens jetzt auf einer Post ein Money Order für einen Wert von derzeit 10 USD abholen.

Danach zum New York State Department of State Division of Licensing Services und die Apostille abholen.

Nun habt Ihr alle nötigen Beglaubigungen zusammen.



Zurück in Deutschland müsst Ihr zuerst euer Marriage Certificat sowie die Beglaubigung und die Apostille ins Deutsche übersetzen lassen.
Wenn Ihr das habt kann einer von Euch zu eurem Heimatstandesamt gehen, um die Ehe ins deutsche Eheregister eintragen zu lassen muss man derzeit 60 Euro bezahlen. Falls man das nicht macht muss man zukünftig immer das Marriage Certificat vorlegen. Wenn man es macht kann das Heimatstandesamt jederzeit Duplikate erstellen sollte mal was verloren gehen oder so. Derzeit hat man aber die Wahl ob man das möchte oder nicht.
Auf dem deutschen Standesamt benötigt Ihr dann trotzdem noch folgende Unterlagen:
Kopie von der Geburtsurkunde oder Auszug aus dem Familienbuch der Eltern
Bei Geschiedenen den Auszug aus dem „alten“ Familienbuch oder eine Kopie der letzten Heiratsurkunde.
Wenn Ihr die 60 Euro nicht bezahlen möchtet könnt Ihr auch nur die Namensänderung (falls Ihr denn eine wählen möchtet oder gewählt habt) registrieren lassen. Dieser Prozess soll aber angeblich viel länger dauern als der Eintrag ins deutsche Eheregister.

Felix1980
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Heiraten in New York City (11.12.2012 – 15.12.2012)



07/03/2013 16:44:08

Hallo Susi71!

Du hast Dir wirklich Mühe gemacht.
Da sind jede Menge hilfreiche Infos dabei.
Muss man mal mit Musse durchlesen.

Wir planen auch im Ausland zu heiraten, weil uns das REisen gefällt
birgit.strasser
Newcomer



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Aw:Heiraten in New York City (11.12.2012 – 15.12.2012)



25/08/2013 14:50:18

Wir haben auch in New York geheiratet

Mein Schatz Oliver und ich haben uns schon seit langer Zeit überlegt zu heiraten. Es kam uns eigentlich gar nicht in den Sinn es anders zu machen als ganz traditionell, mit Familie Freunden und wen man sonst noch kennt und mag. Das war bis ich, das Ganze bei einer gutem Freindin mitverfolgte. Im Endeffekt, war es so, dass die Schwieger-mutter, dass Ruder an sich riss, alles sehr kompliziert wurde (welche Serviettenfarbe passt zum Kleid und solche Sachen). Hier und da artete das ganze schon richtig in Stress aus. Meine Freundin und Ihr Mann, sich mehr auf Gastgeberpflichten konzentrieren mussten als den Tag für sich zu geniessen. So wollten wir das ganz sicher nicht machen. Bald kam uns der Gedanke „Lass uns im Ausland Heiraten“. Dann entweder richtig entspannend am Strand oder in einer aufregenden Grosstadt. Wir entscheiden uns für die Grosstadt. Der Schritt es dann in unserer Lieblingsstadt New York zu machen war nicht mehr weit.


Wir machten uns Gedanken, wie unsere New Yorker Hochzeit aussehen sollte und was wir wollten und was nicht. Die Liste war dann letztendlich die:

Wir wollten das Ganze entspannt und möglichst stressfrei über die Bühne bringen und um uns möglichst wenig selbst kümmern. Wir wollten jemand, Jemand der den ganzen Papierkram für uns übernimmt. Die Trauung sollte in einer schönen, typisch New Yorker Location sein, auf keinen Fall in einem Amt. Stylistin für mich Musiker, am besten Saxophonist Besondere Art der Fortbewegung, so etwas wie eine Stretchlimousine oder Oldtimer, tolle Fotos von der Hochzeit aber auch dannach an ein paar richtig New Yorker Orten, Kameramann.

Als Geschäftsfrau, war mir auch klar, dass wenn ich einen Profi vor Ort anheuere, die Kosten wahrscheinlich aufs Gleiche rauslaufen, als wenn ich mir wie das andere Paar, alles selber zusammensuche. Ich hatte zum Beispiel eine TOP Stylistin für $ 250, statt der $ 450, die Susi bezahlte, die den detaillierten Bericht hier postetet. Die Angst, dass ich gleich mehrere Leute aus der der Ferne anheuere, dann einer nicht gut ist oder - noch schlimmer – gar nicht kommt, war mir zu gross. Auch wenn ales klappt, ware es mir zuviel Arbeit, mit zweifelhaften Nutzen Also suchten wir jemand, dem wir diese Verantwortung übergeben konnten. Wir entschlossen uns vom 13.5 – 20.5.2012 nach New York zu fliegen. Der grosse Tag sollte am 16. Sein


Nach etwas googeln fanden wir die Agentur ‚Echt New York‘. Was uns gefiel, war dass ENY vor Ort in New York waren und der Besitzer, Erol Inanc, Deutscher ist, was alles einfacher machte. Nicht hauptsächlich wegen der Sprache, sondern eigentlich mehr wegen der Geschäftskultur. (Vorher hatten wir 2 amerikanische ‘Wedding Planner’ kontaktiert. Einer meldetet sich gar nicht, den anderen interessierte es gar nicht, als er erfuhr, was für eine einfache Sache wir eigentlich wollten). ENY meldetet sich gleich mit viel Info, die genau in die Richtung ging wie wir uns dass vorstellten. Nach ein paar E-Mails mit Rückfragen entschieden wir uns Echt New York für unseren grossen Tag, anzuheuern.


Ingesamt waren wir dann 6 Leute. Meine Schwester, Birgit und ihr Mann Laus und Olivers bester Kumpel Frank mit Frau Stefanie.

Als wir dann am 13. um 15.45 Uhr in New York ankamen mussten wir leider knapp 3 Stunden an der ‚Immigration‘ warten weil zeitgleich je ein Flieger aus China und Brasilien ankam. (wir hatten auch schon erlebt, dass das ganze 30 Minuten dauert) Wenigtens bekamen wir gleich ein ‚Yellow Cab‘ vor der Ankunftshalle und waren dann um 20 Uhr un unserem Hotel, dem Dream Downtown (TOLLES Hotel, im trendigen Chelsea aber nicht ganz billig)

Am 14. holte uns Erol von Echt New York, dann um 8 Uhr im Hotel ab um die Wedding License zu besorgen, die zum Heiraten nötig ist. ENY macht hier schon die Vorarbeit und wir mussten nur noch einmal, die Daten überprüfen und den Antrag unterschreiben. Dannach ging es zum Floristen. Erol brachte uns zu einem wirklich guten Laden, Elan Flowers, im schicken Tribeca, 10 Minuten vom Amt. Ich erklärte der netten Floristin, was ich wollte, und sie verstand es sofort. (Wie uns Erol später erzählte machen Elan, die Blumen für viele High Society Hochzeiten in New York). Gegen 10 Uhr waren wir mit allem fertig und hatten den Rest des Tages um die Stadt zu geniessen.

Den 15. Hatten wir ‘frei’. Da wir schon ein paar Mal hier waren brauchten wir keinen Tag zum klassischen Sightseeing. Wir wollten ganz bewusst einen entspannten Tag vor der Hochzeit. Wir schlenderten durch Gegenden wie das West Village, Chelsea und den Flatiron District. Die Aufreging stieg

Am 16. ging der Tag dann um 10 Uhr mit der Stylistin los, der ich eine Woche vorher ein Foto geschickt habe, in welche Richtung es mit den Haaren un Make Up gehen soll. Die zutätowierte Jessica (an kann Sie auf dem Video auf der Homepage von Echt New York sehen) war genial. Superschnell und supergut. Sie hatte noch ein paar Verbesserungsvorschläge zu meinen eigenen Ideen (man merkte, dass sie sich vorher Gedanken machte). Besser sah ich nie aus (so soll es am Hochzeitstag ja auch sein)

Um 12.30 holte uns Erol ab. Draussen stand schon die Stretchlimousine. Wir fuhren jetzt hoch zum Central Park und waren ein bisschen vor der geplanten Zeit von 13 Uhr am Eingang. Dort wartete auch schon unsere Fotografin, die die ersten Bilder schoss als wir aus der Limousine ausstiegen.

Jetzt gingen wir die 300m zum Trauort, dem ‚Ladies Pavillion‘ (sehr bequem war es, dass wir alles dass wir nicht mitnehmen wollte in der Limousine lassen konnten, weil der Fahrer die ganze Zeit im Auto blieb). Der Pavillion ist wunderschön am See ‘The Lake’ gelegen, vor sich hat man die Skyline. Dort begrüsste uns unser der symphatischer freie Standesbeamter Reverend Michael O’Neill sehr herzlich.

Reverend O’Neill erklärte uns ein bisschen was zur Zeremonie, die uns jetzt bevorstand und fing mit der Trauung an. Ich muss sagen, dass er es wunderschön gemacht hat. Die Freude, die es ihm macht Paare zu trauen, steht ihm im Gesicht. Der Takt war langsam und bedacht und die paar Sachen die wir nachzusprechen hatte, sagte er sehr klar vor. (hier hatten wir uns vorher ein klein wenig Sorgen gemacht, aber grundlos wie sich herausstellte). Die Dauer der Zeremonie fanden wir mit 20 Minuten, genau richtig.

Nachdem unser Zeugen und wir die Wedding License unterschrieben hatten und dann “offiziell” verheiratet waren machten wir noch Fotos im Central. Auf der Fahrt zur unsere ersten Fotolocation, der Brooklyn Bridge konnten wir dann endlich in der Limosine mit einem Glas Sekt anstossen (Alkohol ist an öffentlichen Plätzen, wie dem Central Park, nicht erlaubt). Überhaupt hatten wir ale in der Limousine viel Spass und fühlten uns ein bisschen wie Rockstars.

Wir fuhren also über die Brooklyn Bridge rüber nach Brooklyn. Wo wir hielten um Fotos zu machen war die Kulisse traumhaft mit der weltbekannten Brücke und der Sklyline von Manhattan im Hintergrund. Dannach wollten wir ein paar spassige Fotos auf dem irren Times Square machen. Mehr Leute und Lichtreklame gibt es wohl nirgends auf der Welt. Der letzt Stop war die Grand Central Station. Als wir die Fotos später bekamen, staunnten wir nicht schlecht, wie es die Fotografin schaffte uns glasklar unter den verschwimmenden Menschenmengen in der Bahnhofshalle zu fotografieren.

Nun brachten uns die Limousine in unser Restaurant, dass Water’s Edge am East River in Queens mit traumhafter Sicht der Skyline der Stadtmitte Manhattans. Essen und Service waren toll, und wir konnten uns an der Sicht nicht sattsehen. Dann war irgendwann einer der schönsten Tage unseres Lebens zuende.

Es war ein wunderschönes Erlebnis. Ganz besonders hat dazu beigetragen, dass alle Leute mit denen wir zu tun hatten von Planner bis Stylistin fachlich gut waren, sehr bemüht aber auch szmphatisch und dem richtigen Schuss Humor und Lockerheit. Genau so hatten wir uns unsere Hochzeit vorgestellt. Auch von den Kosten her blieb es überschaubar. Alles hier erwähnte kostete und etwas mehr als 2000 Euro (natürlich exklusive Flug und Hotel). Dabei war auch ein Fotograf, der normalerweise alleine soviel nehmen. Bei Hochzeiten unter der Woche, wo Einheimische ja nicht heiraten, war der aber frei und ENY hat Superkonditionen mit ihm (**bitte Link bei Userin per PM erfragen**)

Diese Mitteilung wurde 1 Mal aktualisiert. Die letzte Aktualisierung erfolgt am 02/09/2013 10:15:46 Uhr