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Blumen und Blüten: von guten Wünschen und Versprechen


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Ob Brautstrauß, Blumengruß oder Tischschmuck, am Hochzeitstag spielen Blumengebinde eine ganz besondere Rolle. Wer die Sprache der Blumen nicht kennt, ist bei der Auswahl der floralen Schönheiten leicht unsicher. Schließlich möchte wohl niemand dem Brautpaar mit einem Strauß gelber Rosen, und sei er noch so schön, seine Eifersucht signalisieren!

Blühende Botschaften

Mit dem Beginn des letzten Jahrhunderts ging das Wissen um die Blumensprache fast verloren. Dass rote Rosen die Liebe symbolisieren, weiß auch heute noch jeder. Aber welche Botschaften sich in der bunten Blütenpracht eines herrlichen Straußes verbergen können, ist weithin unbekannt. Aber keine Sorge, der Brautstrauß muss nicht immer aus roten Rosen bestehen, um das schönste Gefühl der Welt zum Ausdruck zu bringen. Auch die Myrte und die rote Chrysantheme stehen für die Liebe. Und die Nelke spricht sogar von reiner Liebe, jedenfalls solange sie nicht gestreift oder rot ist. Dann nämlich wird es kritisch, weil gestreifte Nelken Zurückweisung und rote Nelken Herzenskummer bedeuten.

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Blüten-Gespräche

Wenn er ihr mit dem Brautstrauß nicht nur seine Liebe, sondern auch seine Bewunderung in den Arm legen will, sollten Narzissen in den Strauß oder vielleicht eine Ananasblüte, die ihr dann sagen: "Du bist einfach vollkommen!". Mit zartgrünen Efeuranken kann er dann noch seine Treue beteuern. Wenn Sie ihm dann mit einer Aster antwortet, ist das ein Grund zur Freude. Die Aster steht nämlich für den Gleichklang der Gefühle!

Vorsicht bei Gelb

Brautstrauß, creme

Am schönsten ist es natürlich, wenn alle Blumenarrangements aufeinander abgestimmt sind: Brautstrauß, Tischschmuck, die Blumen in der Kirche und die Sträußchen der Blumenkinder. Das will gut organisiert sein. Vorsicht ist bei gelben Blumen geboten. In dieser Farbe signalisiert die Nelke Hochmut, die Lilie Falschheit und die Tulpe die Hoffnungslosigkeit der Liebe. Damit nichts schiefgeht, liegt es nahe, sich für weiß als Grundfarbe zu entscheiden. Keine schlechte Lösung, denn Weiß passt nicht nur zu fast allem, sondern ist zudem noch eine recht unverfängliche Blumenfarbe: weiße Kamelien versprechen makellose Schönheit und weiße Lilien Reinheit. Daher werden weiße Lilien auch Madonnen-Lilien genannt. Sie gelten als Sinnbild der Reinheit und schmücken deshalb oft Bildnisse der Jungfrau Maria.

Mit Blumen können auch die Gratulanten ihre vielen guten Wünsche für das Brautpaar in Sträuße fassen: mit einem Fuchsienstämmchen in einem schönen Keramiktopf attestiert man Braut und Bräutigam ihren guten Geschmack und trägt auch gleich ein wenig zu dauerhafter Blütenpracht im Garten oder auf dem Balkon bei. Auch Phlox ist gut geeignet, denn er zeigt, dass die Schenkenden mit der Entscheidung des Hochzeitspaares ganz und gar einverstanden sind.

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Nicht zur Hochzeit!

Von Wicken und Winden jedoch sollten die Gratulanten unbedingt die Finger lassen. Mit diesen kurzlebigen Blüten würde man dem jungen Glück ein jähes Ende wünschen! Ganz und gar verkehrt ist es, den imposanten Fingerhut zu schenken, denn er bedeutet Unehrlichkeit. Auch das zarte Löwenmaul hat es in sich: welcher Art er auch sei, hier schwingt immer ein Verdacht mit. Und Schafgarbe sollte man niemals überreichen, will man den Brautleuten nichts Böses: Schafgarbe ist so gut, oder besser so schlecht, wie eine Kriegsprophezeiung. Also, auf keinen Fall diese Blüten schenken.

Dolmetschen per Kärtchen

Die Symbolik von Blüten und Blättern erscheint manchmal recht vertraut. Es liegt irgendwie nahe, dass Vergiss-Mein-Nicht wahre Liebe und Veilchen Bescheidenheit verheißen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Blumensprache den meisten Menschen geläufig. Heute hilft auch schon mal ein kleiner Hinweis, wenn man etwas ganz Wichtiges zum Ausdruck bringen möchte: "Dieses Sträußchen Krokusse zeigt dir meine Freude!"

Mit Petersilie frohlocken!

Ein wenig werden die Brautleute auch nach einigen Ehejahren noch an die Sprache der Blumen denken. Spätestens die Petersilien-Hochzeit nach zwölf und einem halben Jahr Leben zu zweit wirft die Frage auf, woher dieses Jubiläum seinen Namen hat. Mit der Blumensprache kommt man der Antwort ein wenig näher, denn die Petersilie symbolisiert das Frohlocken. Und an diesem Hochzeitstag sicher das Frohlocken über viele schöne Tage im Ehehimmel.



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