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05. Juni 2023

Auf dem Standesamt - Welcher Schmuck ist passend?

Gibt es abseits von Modetrends, die kommen und gehen, beispielsweise universelle, allgemeingültige „Regeln" für das Ja-Wort auf dem Standesamt?

braut bruenett marmorboden

Ein Mode-Knigge für das Standesamt?

Da die Beurkundung der Eheschließung im Standesamt ein amtlicher Akt ist, ist auch hier wie in der Kirche festliche Kleidung angemessen. Dabei gilt grundsätzlich aber nach wie vor die Maxime, dass das Outfit einer standesamtlichen Trauung gegenüber einer kirchlichen Heirat schlichter und weniger konventionell ausfallen darf, wenn im Anschluss noch eine kirchliche oder freie Trauung eingeplant ist.

Generell ist der Bräutigam gegenüber der Braut fein raus, das Tragen eines klassischen Anzuges mit einer unifarbenen Krawatte ist schon die halbe Miete, hinsichtlich Schmuck ist vor allem an eine höherwertige Armbanduhr zu denken.

Da hat es die Dame vergleichsweise schon schwerer. Weniger konventionell für die Braut kann beispielsweise das Tragen eines farbigen Abendkleides oder kurzen Hochzeitkleides bedeuten. Auch eine Stoffhose mit farblich passendem Blazer ist angemessen.

Viele Konventionen, was auf dem Standesamt zu tragen ist, gibt es aber nicht, generell gilt die Faustregel, dass bei der Wahl des Brautkleides dezentere Uni-Töne Vorrang vor schrillen Mustern und Farben haben.
Als Farben kommen Pastelltöne wie Rosa oder Champagnerfarben neben kräftigeren Rottönen oder klassischem Schwarz in Frage - es muss nicht immer weiß sein.

Der Schmuck der Braut sollte unbedingt in Design und Farbe mit dem gewählten Kleid harmonieren. So passt Gelbgold-Schmuck besonders zu Rottönen, Weißgold harmoniert eher mit kühleren Pastellfarben wie Lindgrün oder Hellblau.

Schlichte, elegante Schnitte sind immer erste Wahl. Stickereien, Accessoires und Schmuck sollten ebenfalls nur spärlich und dezent gehalten sein, um von dem Blick auf das Wesentliche - das Hochzeitskleid - nicht abzulenken.

Erlaubt ist auf dem Standesamt grundsätzlich was gefällt, selbst kürzere, knielange Kleider sind angemessen und dürfen ein wenig Bein zeigen.

 

Viel Schmuck auf dem Standesamt?

Diese Frage lässt sich mit einem eindeutigen „Nein" beantworten, wenige Akzente sollen weniger Kontrast als vielmehr Ergänzung sein. Denn was für die Mode gilt, lässt sich auch bei der Auswahl an Schmuck sagen.

Eine schlichte Halskette mit passendem Armband beispielsweise reicht schon aus, um das Hochzeitskleid optisch zu umrahmen. Denkbar sind auch Haar-Accessoires wie Diadem, Haarreif oder -spange.

Um die Harmonie zwischen Bräutigam und Braut optisch zu betonen, können wenige farbliche Akzente aufeinander abgestimmt werden: So kann beispielsweise die Krawattenfarbe des Herrn die gleiche Farbe der Strass-Steine in einem Diadem oder einer Brosche aufnehmen.

Das wichtigste Schmuck-Accessoire: Der Ring

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Seine Symbolik: Am Anfang und am Ende ist der Ring. Nicht erst seit den Worten Papst Nikolaus' im Jahr 855 n.Chr., nach denen einem Ring Anfang und Ende fehle und gleichsam Beziehung und Bund mit Gott ewig währen solle, galt der Ring als Symbol von Ewigkeit und Beständigkeit. Seit dem frühen Mittelalter ist sein Gebrauch in Trauungszeremonien belegt.

Die Symbolik von Ewigkeit, welche die runde Form trägt, wurde auf die Eheschließung übertragen: Die kreisförmige und geschlossene Form steht für Ewigkeit und Verbundenheit des Brautpaares, welches sich vor dem Altar die Ringe anvertraut.

Wie zwei ineinander verschlungene Ringe nur durch Zerbrechen eines Ringes voneinander getrennt werden können, können zwei Liebende nur durch den Tod eines Partners voneinander getrennt werden. Der Ausspruch „bis dass der Tod euch scheidet" wird so durch die zwei Eheringe symbolisiert.

Seine Geschichte: Dass er dabei am Ringfinger zu tragen ist, geht der Legende nach auf den Glauben der Ägypter und Römer zurück.

Angeblich führe eine Ader durch den linken Ringfinger direkt zum Herzen und damit auch zur Liebe. Dass in Deutschland der Ringfinger an der rechten Hand getragen geht lediglich auf deutsches Gewohnheitsrecht zurück und hat keinen besonderen geschichtlichen Hintergrund. Im Übrigen wird der Ehering weltweit am häufigsten an der linken Hand getragen.

Seine Beschaffenheit: Traditionell werden hochwertige Materialien wie Gold oder Silber verwendet, in den letzten Jahren erfreuen sich aber auch Ringe aus Platin und Carbon wachsender Beliebtheit. Klassischerweise werden in die Innenseiten die Initialen der Brautleute und das Hochzeitsdatum eingraviert.

Einen Überblick über die verschiedensten Materialien Traurings lässt sich hier finden.

Bei der standesamtlichen Trauung werden die Eheringe im Gegensatz zur kirchlichen Trauung nach dem Ja-Wort und dem Unterzeichnen der Eheschließungsurkunde ausgetauscht.

Diadem & Co

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Die Palette an weiteren Schmuckstücken, die den feierlichen Rahmen des Ereignisses entsprechend würdevoll akzentuieren können, ist groß.

Ein Zuviel an Schmuck verdeckt aber den Blick auf das Wesentliche und wird der Einzigartigkeit des Ereignisses nicht gerecht. Mit mehreren Schmuckstücken wirkt eine Braut schnell „überladen". Der Betrachter weiß nicht mehr, wohin er zuerst schauen soll.

Als klassische Schmuck-Accessoires bieten sich beispielsweise an:

Diadem/Haarreif: Die schmale Stirnbinde zum Zusammenhalten der Haare wird heute noch gerne bei Hochzeiten von der Braut als Schmuck getragen. Meist aus Silber gefertigt, findet es häufig in Kombination mit Perlen und Strasssteinen Verwendung.

Haarkamm/Steckkamm: Häufig wird das Haar-Accessoire in Kombination mit Perlen und Kunst-Blüten aufgesteckt und krönt die Silhouette der Kopfpartie.

Curlies/Haarspangen mit kleinen Blüten oder Strasssteinen.

Schmucksets: Ohrschmuck, Halsschmuck und Armschmuck sind in Design, Material und Farbe aufeinander abgestimmt und sollten neben den obligatorischen Trauringen einzigstes Gestaltungselement bleiben.

Kristalle: Kristalle sollten, wenn mehrfach im Haar, am Hals, am Ohr oder an den Handgelenken verwendet, einheitlich sein.


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